Ich bin der Meinung, dass...

… ein Verbot von Feuerwerk an Silvester zumindest für die Innenstädte sinnvoll ist. Einige deutsche Städte haben ein solches Verbot bereits erlassen. Raketen und Böller sind dort nicht erlaubt. In Hannover, Düsseldorf, Dortmund, Göttingen und Braunschweig zum Beispiel ist die Silvesterknallerei nur noch auf bestimmten "sicheren" Plätzen außerhalb des Zentrums gestattet. Viele Orte mit historischem Stadtkern, darunter Celle, Goslar und Quedlinburg, lassen Feuerwerk an Silvester schon lange nicht mehr zu. Weitere Städte denken über ein Böllerverbot nach. Silvesterknallerei ist gefährlich, vor allem an stark besuchten Orten. Es passieren jedes Jahr sehr viele schwere Unfälle durch den leichtfertigen Umgang, vor allem wenn Raketen und Böller auf Alkoholkonsum treffen. Regelmäßig werden Menschen verletzt, auch Todesfälle kommen vor. Sogar Polizisten und Rettungskräfte wurden schon mit Feuerwerkskörpern beschossen, Böller wurden absichtlich in Menschenmengen gezündet. Das Feuerwerk an Silvester sollte aber nicht komplett verboten, sondern lediglich aus den Innenstädten verbannt werden. Zum Beispiel auf Flächen am Stadtrand, wo die Menschen ihre Böller abfeuern können. Oder es gibt ein professionelles Feuerwerk außerhalb sensibler Zonen, an dem sich alle erfreuen können.
Die Verbote werden von den Städten auch mit der massiven Feinstaubbelastung begründet. Durch die Knallerei an Silvester wird viel Feinstaub freigesetzt - zu viel für die sowieso schon durch die Abgase des Straßenverkehrs gebeutelten Städte. Laut Bundesumweltamt in Dessau verballern die Deutschen zum Jahreswechsel zwischen 100 und 150 Millionen Euro - und setzen dabei 4500 Tonnen Feinstaub frei. Das entspricht 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Menge. Die Deutsche Umwelthilfe fordert wegen der Feinstaubbelastung für mehr als 30 Innenstädte Böller-Verbote, die sie notfalls auch per Gerichtsbeschluss durchsetzen will. Wilfried Hub