Ich bin der Meinung, dass...

… Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer beim Streit um das Industrie- und Gewerbegebiet Oberlosa sowie um die die Kreuzung zwischen Oberlosa und Unterlosa einen wichtigen Teilerfolg erzielt hat. Bei einem Gespräch mit Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr konnte er erreichen, dass die Verkehrsführung zwischen Ober- und Unterlosa und der B 92 räumlich und zeitlich nicht mehr in Zusammenhang mit der Erschließung des Industrie und Gewerbegebietes Plauen-Oberlosa 1 steht. Die Straßenverbindung zwischen den beiden Stadtteilen werde Gegenstand und Ziel eines separaten Verfahrens, informierte Oberdorfer. Genau diese Frage war vor einigen Monaten Grund für einen handfesten Streit zwischen dem OB und einer Bürgerinitiative, die sich in Oberlosa gebildet hatte. In Bürgerversammlungen und Leserbriefen wurde der OB massiv kritisiert, Worte wie Lügner und Verräter fielen. Dem Stadtoberhaupt wurde unterstellt, er habe der "Abbindung" der Kreuzung vorschnell zugestimmt, um eine autobahnnahe und siedlungsferne Zufahrt zum Industrie- und Gewerbegebiet zu erhalten. Oberdorfer ist jetzt erleichtert, dass er sein Versprechen gegenüber den Ober- und Unterlosaern halten kann. Das Aus für die Kreuzung ist keine beschlossene Sache mehr. Es wird in einem separaten Planungsverfahren nach Alternativen gesucht und die Verkehrsführung in diesem Bereich insgesamt neu geordnet. Die Gegner aus Oberlosa sollten den neuen Sachverhalt als vertrauensbildende Maßnahme werten und das Kriegsbeil begraben. Die große Bedeutung des Industriegebiets für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt sollte anerkannt werden. Ein Betroffener aus Oberlosa hat gegen den Bebauungsplan Normenkontrollklage eingereicht. Der Ausgang ist zwar offen. Doch ist es sehr unwahrscheinlich, dass das Vorhaben gestoppt wird. Wilfried Hub