Husky stellt die Ohren auf

Nordische, reinrassige Schlittenhunde jagen am Wochenende sportlich durch den Winterwald in Hammerbrücke. Im großen Lager der Trapper-Gilde zeigen sich die Vierbeiner aber auch ganz verschmust. Das Internationale Schlittenhunderennen ist ein Besuchermagnet.

Von Marlies Dähn

Muldenhammer/Hammerbrücke - Hoch aufgestellte Ohren sind Zeichen reinrassiger Huskys. "Bei Mischlingen sind die Ohren häufig schlapp oder abgeknickt", weiß Claus Seidel. Seit Jahren legt er sich ins Zeug für das Schlittenhunderennen in Hammerbrücke. Als besonderes Merkmal gilt, dass im Ortsteil von Muldenhammer ausschließlich reinrassige Hunde an den Start gehen. Wie Mensch und Tier zur Einheit verschmelzen beim sportlichen Spurt durch die Loipe, können Besucher auch beim nunmehr 31. Internationalen Schlittenhunderennen in Hammerbrücke am Samstag und Sonntag erleben. Die Organisatoren haben beste Bedingungen geschaffen für die Musher, Hunde, für Trapper und auch für die Zuschauer. 
Erst gestern wurden die Parkflächen nochmals in Augenschein genommen und teilweise umgeplant. "Weicht der Boden auf, ist das nicht optimal für parkende Fahrzeuge. Daher haben wir einige Änderungen vorgenommen", gibt Claus Seidel Auskunft. Gut ausgeschildert sind die kostenfreien Parkplätze. Für Kinder unter 14 Jahren ist auch der Eintritt bei den Rennen frei. 
Viele Attraktionen erwarten die Zuschauer, die sich hoffentlich in großer Zahl auf den Weg nach Hammerbrücke machen. In der Grundschule wurde zum Beispiel die historische Ausstellung auf den neuesten Stand gebracht. Wissenswertes rund um das internationale Schlittenhunderennen ist dort aufgearbeitet und mit Zahlen und Fakten untermauert. So freut man sich zum Beispiel heuer auf den 1 000. Starter in der Geschichte des Hammerbrücker Schlittenhunderennens. 
Mit großem Aufgebot reist in diesem Jahr die Trapper-Gilde an. "Das freut uns besonders. Die Gilde hält uns die Treue", sagt Seidel. Denn so ein original Trapper-Tipi gibt besondere Einblicke in das Leben der Menschen mit ihren vierbeinigen Gefährten. Nordische Hunderassen gelten als besonders ausdauernd, lernfähig und zäh. Mit ihren mandelförmigen Augen, dem schneeweißen, silbergrauen, wolfsgrauen bis hin zu braunem Fell, sind sie gegen Winterkälte prima geschützt. Husky-Augen sind, entgegen der weitläufigen Meinung, nicht nur blau, sondern können durchaus auch braun sein. Wer am Wochenende in Hammerbrücke vorbei schaut, kann sich davon überzeugen. Sorge, das Rennen könnte abgesagt werden, wie im letzten Jahr, müssen Besucher nicht haben. "Schnee ist reichlich vorhanden. Auch wenn das mancher nicht glauben kann, wenn er aus Richtung Rodewisch anreist", beruhigt Claus Seidel. Wer Bilder vom Schneckensteiner Wintercamp gesehen hat, weiß, wovon die Rede ist. Camper schaufelten sich Wege durch den Tiefschnee. Doch auch die Husky-Trails rund um Hammerbrücke sind bestens präpariert. "Mit dem ersten Schneegestöber haben wir die Strecken regelmäßig verdichtet", erklärt Seidel. Zwischendrin galt es, Windbruch zu beseitigen. Frostfreies Wetter und Sonne kann die Rennstrecken nicht gefährden. Dafür könnte die Sonne Zuschauer in Scharen locken, hoffen die Veranstalter. 
Rennstart am Samstag ist 11 Uhr, am Sonntag wird 10 Uhr gestartet. Kinder unter 14 Jahren zahlen keinen Eintritt, fünf Euro kostet der Eintritt. Parkplätze sind kostenfrei. 
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