Hubschrauber zieht Kalkfahne über vogtländischen Wald

In Sachsens Wäldern hat die jährliche Bodenschutzkalkung begonnen. Bis Oktober werden mit Hubschraubern insgesamt 20.000 Tonnen Magnesiumkalk auf 6.600 Hektar verteilt - im Vogtland rund um den Schneckenstein sind es 900 Tonnen auf knapp 1.800 Hektar.

Das Foto zeigt einen der ersten Flüge: Im Hintergrund ist die Vogtland-Arena zu sehen. Der Kalk wirkt der Versauerung der Waldböden entgegen, die durch die jahrzehntelange Luftverschmutzung entstand. Die Kalkungen gibt es seit 1986. "Wir unterstützen damit die Anpassung unserer fichtendominierten Mittelgebirgswälder an den Klimawandel", sagte Staatssekretär Herbert Wolf, der den Startschuss fürs Kalken gab.

Der Kalk schützt das Grundwasser vor Schwermetall- und Säureeinträgen, außerdem verbessert er die Nährstoffverhältnisse, die Lebensbedingungen für Bodenlebewesen, die Entwicklung günstigerer Humusformen sowie die Vitalität der Waldbestände insgesamt. "Dadurch können die stark belasteten Waldböden ihre wichtigen Filter-, Puffer- und Speicherfunktionen wieder besser ausüben." va