Horn als Oelsnitzer OB-Kandidat nominiert

Einstimmig nominiert hat der Stadtverband der CDU Mario Horn als Kandidat für die Oelsnitzer Oberbürgermeister-Wahl am 29. April.

Von den 32 Mitgliedern des Stadtverbands nahmen 14 Stimmberechtigte neben vielen Gästen an der Versammlung Montagabend in der Gaststätte "Vorwerk" teil, informierten die Oelsnitzer CDU-Fraktionsvorsitzende Marion Schröder und Horn, der Vorsitzender des Stadtverbandes ist, im Anschluss an die nichtöffentliche Abstimmung. Geleitet wurde die sogenannte "Nominierungsveranstaltung", die auch Bundestagsabgeordneter Robert Hochbaum besuchte, von CDU-Kreisvorsitzendem Sören Voigt. Schriftlich hatten sich Landrat Dr. Tassilo Lenk und MdL Andreas Heinz für Horn ausgesprochen.

Seit 2009 ist der OB-Kandidat 1. Stellvertretender Bürgermeister. Horn habe sich während der Krankheit und nach dem Tod von OB Eva-Maria Möbius sehr engagiert und fleißig in die Aufgabe als amtierendes Stadtoberhaupt eingebracht, sagte Frau Schröder - "sowohl, was die Tagesaufgaben betraf als auch die konzeptionelle Vorarbeit". Intensiv habe er mit Stadtrat, Bürgern, Vereinen, Gewerbeverband und Wirtschaft zusammengearbeitet. "Ihn zeichnet Offenheit, Ehrlichkeit und Kontaktfreudigkeit aus", lobte die Fraktions-Vorsitzende. Durch die Nähe zu den Bürgern und seine gewinnende Art sei Horn Sympathieträger. Der CDU-Kandidat soll in den kommenden Wochen auf mehreren Wahlkampfveranstaltungen intensiv der Öffentlichkeit präsentiert werden, kündigte Frau Schröder an.

Mario Horn ist ein heimisches Gewächs. Geboren am 9. Januar 1972 in Plauen wuchs er bei seiner alleinerziehenden Mutter, einer Diplomingenieurin für Textilindustrie, und seiner Oma in der Kreisstadt Oelsnitz auf. Von 1988 bis 1991 absolvierte er in den Halbmond-Werken die Berufsausbildung mit Abitur zum BMSR-Techniker. Mit der Wende kam für ihn eine berufliche Neuorientierung. Horn startete in der Schmidt-Bank, die sich in Oelsnitz gerade angesiedelt hatte, die Banklehre und das Studium an der Bank-Akademie Frankfurt. Er schloss mit dem Diplom als Bankbetriebswirt ab.

Noch einmal umdenken musste Horn, der 1994 in die CDU eingetreten war, als die Schmidt Bank ins geschäftliche Schlingern geriet. Zum 1. April 2008 wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter ins Wahlkreisbüro von MdB Robert Hochbaum. "Mit Horn holte er sich ein kommunalpolitisches Schwergewicht - im wahrsten Sinne des Wortes - ins Team", meinte Frau Schröder. Horn ist seit 2004 Mitglied im Stadtrat und im Kreistag.

Wie stellt sich der Ortsverband dazu, dass mit Christoph Apitz ein weiteres Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion für die OB-Wahl kandidiert? "Es ist eine Situation, mit der man leben muss", äußerte die Vorsitzende. Man habe mehrere Gespräche mit Apitz geführt. Schriftlich habe er erklärt, dass er als Einzelkandidat antreten wird. Das sei möglich, weil er nicht Mitglied der CDU ist. Seit zwei Legislaturperioden habe die Partei die Möglichkeit geschaffen, dass Interessierte auch ohne Parteibuch für die Fraktion kandidieren und in ihr mitarbeiten können. Schröder und Horn kündigten an, mit der Entscheidung von Apitz fair umzugehen.