Holz über zwei Achsen gedreht

Drechseln ist ein sehr altes Handwerk. Schon in der Antike wurden kleine Holzstücke bearbeitet. Steffen Laudel hat diese Art der Holzbearbeitung vor über 20 Jahren für sich entdeckt.

Von Stephanie Rössel

Plauen Schalen und Vasen in verschiedenen Größen und Varianten, aus unterschiedlichen Hölzern mit mehr oder weniger Maserung stehen in der Drechsler-Werkstatt von Steffen Laudel. In den Handwerkerhöfen an den Weberhäusern hat er sein Domizil gefunden und mit viel Liebe ausgebaut.


Ursprünglich hat er einen Beruf im Metallbau erlernt und hat sich später sogar mit dem Gedanke getragen eine Schmiede aufzubauen. Doch dazwischen kam ihm der Versuch Holz zu bearbeiten. Das hat ihn damals dann doch so fasziniert und begeistert, dass er dabei geblieben ist. Hauptberuflich ist er bei Büro Walther zuständig für Technik, interaktive Medien und die dazugehörigen Schulungen. Das Drechseln ist ein Hobby, jedoch ein sehr intensives.
Laudel hat viele Jahre Volleyball gespielt, auch Landesliga und ist nun noch Trainer einer Frauenmannschaft. "Dass ich mal bis 50 selbst aktiv spiele, hätte ich nicht gedacht, deshalb sollte das Drechseln eigentlich den Sport ablösen", erzählt er vom ursprünglichen Plan. In seinem Gartenhaus fing er damit an. Nun, in der größeren Werkstatt, ist er noch mehr Stunden damit beschäftigt. Inzwischen steht auch seine Tochter an der Drehbank und auch Laudels Schwester und deren Mann haben Gefallen daran gefunden.


Gerne war er auf Hobbymärkten unterwegs und hatte dort eine kleine Ausrüstung mit, um den Menschen zu zeigen wie es funktioniert. "Bei Kindern kann man da wirklich viel Begeisterung wecken. Eltern müssen dem Nachwuchs auch einfach mal was zutrauen. Die meisten haben wirklich Spaß daran selbst zu werkeln", sagt Laudel aus Erfahrung. Bei Festen an den Weberhäusern war das seit einiger Zeit auch immer fester Bestandteil.
"Handwerk muss unterstützt werden. So etwas wie Handwerkerwochen müssten organisiert werden, wo sich die Gewerke treffen, wo kleine und große Interessierte über die Schulter schauen können", sowas wünscht er sich.
Steffen Laudel hat keine Lieblingsholzart. Er arbeitet zwar gerne mit Esche, hat aber auch wunderschöne Sachen aus Essig- und Walnussbaum geschaffen. Grundsätzlich suche man sich für das zu schaffende Produkt ein passendes Stück Holz. Manchmal entsteht aber auch durch plötzlich sichtbar werdende Einschlüsse oder eine Maserung etwas anders.
In seiner Werkstatt stehen glatt geschliffene Dinge, aber auch einige, die noch von der Rinde des Baumes verziert sind. Das wirkt sehr natürlich und noch einmaliger dadurch. Laudel probiert viel. Ist kreativ. Räuchert fertige Objekte sogar, um sie in der Farbe zu verändern.


Ein individuelles Geschenk aus Holz ist bei ihm auf jeden Fall zu finden. Kontakt: steffen.laudel@gmx.de

Kalenderblatt 8

Wo begann Steffen Laudel einst zu drechseln? Wenn Sie das wissen, schreiben Sie uns das Lösungswort bis zum 11. Dezember auf eine Postkarte und senden sie an: Redaktion Vogtland-Anzeiger, Postplatz 12, 08523 Plauen. Oer Sie mailen uns an: redaktion@vogtland-anzeiger.de oder beteiligen sich über Facebook an dem Rätsel unter dem Kennwort: Kalenderblatt 8. Zu gewinnen gibt eseine Räucherfigur ausder Serie "Kuhnert-Schneemann", gesponsert von der Drechslerei Kuhnert aus Rothenkirchen.
Gewinner unseres dritten Schneemanns ist Isabel Bormann aus Schöneck. Das Lösungswort von Kalenderblatt 3 lautete: "Restaurierung und Konservierung".
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