Holger Biege übt sich erfolgreich in "Freistil"

Zwickau - Der Komponist, Sänger, Pianist, Arrangeur und Texter Holger Biege schuf unvergessliche Lieder, mit denen er den Spagat zwischen großer emotionaler Intensität von Musik und deren Interpretation mit dem eigenwilligen Gebrauch der deutschen Sprache schaffte.

 

Seine Titel waren und sind zwischen Schlager und Chanson angesiedelt. Nicht selten stehen diese großen Songs auch heute noch bei Live-Auftritten im Wechsel mit Bieges virtuosen, höchst komplexen Improvisations-Einwürfen. Allerdings so, als wäre dies ganz normal. Dieses freie Spiel erfolgt stets unvorbereitet, also an jedem Ort anders, eben immer wieder neu.

 

An diesem Samstag gastiert der inzwischen 58-jährige um 19.30 Uhr im Gewandhaus in Zwickau. Der einstige Pianist und Sänger der als Jazzrockband gegründeten Schubert-Band und ab 1980 mit eigener Band tourende Biege blieb 1983 nach einem Gastspiel mit seiner Familie in West-Berlin.

 

Der spätere Hamburger ist inzwischen auch wieder im Osten unterwegs, konnte jüngst im Rahmen von Ost-Rock-Klassik überzeugen. Nun bringt er sein Album "Freistil" zu Gehör. Ein Album, das zwar als solches proklamiert, aber dessen Inhalt in keiner Datenbank zu finden ist. Nicht mal auf Bieges homepage. Da kann das Publikum wahrlich gespannt sein, was der Altmeister zelebrieren wird. Mit Sicherheit viele seiner großen Songs, wie "Sagte mal ein Dichter", "Wenn der Abend kommt" oder "Reichtum der Welt" - eben ganz in "Freistilmanier". uhe