Hoffen auf Parkplätze an A 72

Plauen - Im sächsischen Bereich der Bundesautobahn 72 gibt es derzeit auf sechs Rastplätzen insgesamt 197 Stellflächen für Lastkraftwagen. Viel zu wenige, monieren seit langem Brummifahrer aus nah und fern. Zuletzt am Mittwochabend, als Sachsens Autobahnpolizei zum 8. Fernfahrerstammtisch am Autobahnrasthof "Vogtland" einlud. 15 Trucker folgten der Einladung und wussten übereinstimmend von den Problemen auf der Parkplatzsuche zu berichten. Schließlich sind einerseits Lenkzeiten einzuhalten, andererseits fehlen dann häufig die Parkplätze, um zur richtigen Zeit Pause zu machen. In zahlreichen Gewerbegebieten, die vor geraumer Zeit noch als Ausweich-Schlafplätze genutzt werden konnten, herrscht zwischenzeitlich Parkverbot.

 

Eine Situation, die sich in naher Zukunft zumindest leicht entschärfen könnte. Polizeioberkommissar Werner Fickert von der Autobahnpolizei Reichenbach konnte über Pläne des Autobahnamts Sachsen berichten, die Brummi-Parkplätze demnächst um etwa 25 Prozent zu erhöhen. Dazu sollen vorhandene Grünstreifen auf den Rastplätzen Niedercrinitz, Großzöbern, Neuensalz sowie Vogtland Süd und Nord überpflastert werden. Bis zu 250 Stellplätze könnten so entstehen. Von den Lkw-Fahrern wurde diese Information erfreut aufgenommen. Dennoch blieben Zweifel, inwieweit diese Zahl von Parkplätzen dann alle Probleme lösen kann. Schließlich sind nach Angabe von Fickert täglich rund 43.500 Fahrzeuge auf den Autobahnen unterwegs. Zwischen Montag und Freitag beträgt der Anteil der Schwertransporte an dieser Zahl 20 Prozent.

Als ein weiteres Problem für die Brummi-Fahrer kristallisierte sich das bundesweite Fehlen bewachter Parkplätze heraus. Mitunter transportieren die Männer und Frauen Ladungen im Wert von mehreren Millionen Euro und sind für deren Sicherheit verantwortlich. Bisher gibt es einzig an der B 2 bei Ursleben einen Sicherheitsparkplatz. Weitere zu schaffen sei jedoch nicht Sache der Autobahnpolizei. Vielmehr fiele das in die Verantwortung der Wirtschaft, so Fickert.  mam