Historisches Hoftor für Museum Eubabrunn

Mit Hammer und Beil spaltet hier Michael Kolbe Holzschindeln für das Dach des historischen Hoftores im Vogtländischen Freilichtmuseum Eubabrunn. Der untere Hof des Museums erhält ein zweiflügeliges Tor.

Ein Hoftor, das früher fast jeder Hof besaß, sollte so groß und breit sein, dass ein mit Heu oder Stroh beladener Leiterwagen hindurch passt. Zum Museumstag konnten am Sonntag auch Besucher ihr handwerkliches Geschick ausprobieren und selbst Schindeln herstellen. Das Tor ist übrigens ein Nachbau eines von drei noch erhaltenen Gürther Hoftoren. Typisch sind die gebogenen Kopfbänder. Die per Hand behauenen Tor-Balken entstanden beim Holztag 2012, als Tischlermeister Heiko Diehr Handwerkstradition vorstellte.

Eingeweiht wurde zum Museumstag auch der in Eigenleistung neu errichtete Stall. Die Besucher durften dabei sein, als Mama Ziege mit ihren beiden Oster-Zicklein in den Neubau umzogen. Auch die schon pfundigen Schweine des Museums zeigten sich von ihrer lebhaften Seite und wurden am Sonntag von den Besuchern auf die Namen "Herr Euba" und "Frau Brunn" getauft. M. Dähn