Hightech im Plauener Vogtland-Klinikum

Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs können jetzt am Helios- Vogtland-Klinikum mit einem neuartigen, sehr schonenden Hightech- MRT-Verfahren diagnostiziert werden: Das sogenannte Multiparametrische MRT der Prostata, teilt Klinik-Sprecherin Annett Lott mit.

Dafür werde zusätzlich zur herkömmlichen Kernspintomographie ein spezieller kleiner Empfänger, die sogenannte Untersuchungsspule, verwendet. Ähnlich einer Radioantenne empfängt diese kleine Spule die zur Bilderzeugung notwendigen Signale direkt aus dem Körper. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zur Prostata sind die empfangenen Signale stark genug, um dabei kleinste Details zu erkennen.

Zu diesem Zweck wird die Spule vor der Untersuchung in den Enddarm eingeführt. Der empfangene immense Datensatz wird anschließend einer computergestützten Analyse unterzogen. Dabei wird die Prostata in rund 1 Kubikmillimeter große Volumenelemente zerlegt. So werden präzise Ergebnisse zur exakten Darstellung der Gewebsveränderungen gewährleistet, so Lott.

"Wir sind sehr froh, diese neue MRT-Methode seit kurzem in Plauen durchführen zu können", berichtet der Chefarzt des Zentrums für Radiologie, Dr. med. Oliver Schilling. "Das Prostatakarzinom ist die häufigste Tumorerkrankung beim Mann, auch im Vogtland", so der Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, Priv.-Doz. Dr. Wolfram Werner.

"Daher ist es erklärtes Ziel, betroffenen Patienten mit dieser Diagnostik ganz gezielt und frühzeitig zu helfen." Die Kosten für dieses Verfahren werden von den gesetzlichen Krankenkassen derzeit nicht vollständig übernommen. Einen Teil muss der Patient daher selbst tragen. va