Hetzner Online: Bautempo für Standort Falkenstein

Auf Tempo setzt die Firma Hetzner Online nicht nur beim schnellen Datenaustausch via Internet, sondern auch bei ihrem Bauprojekt m Gewerbegebiet Falkenstein-Siebenhitz.

 

Nachdem mit Einweihung der ersten Halle im vorigen Sommer der Betriebsstart des Hochleistungs-Rechenzentrums der bayerischen Firma offiziell vollzogen worden war, steht mittlerweile auch der Rohbau des zweiten Hallengebäudes. Rund 15 Millionen Euro Baukosten sind dafür veranschlagt.

"Nun wird der Innenausbau vorgenommen, so dass voraussichtlich im April die Inbetriebnahme erfolgen kann", erklärt Christian Fitz, Marketingleiter der Firma Hetzner. Halle Nummer zwei ist nahezu doppelt so groß wie die erste und soll räumlich geteilt werden. In einem Bereich sollen die Kundenserver installiert werden. Dabei können in dem besonderen Gebäudeabschnitt Kunden ihre eigenen Server aufstellen und damit zugleich die Infrastruktur von Hetzner Online nutzen.

Mit zwei Hochleistungs-Glasfaserkabeln könne die Firma höhere Datenübertragungsraten anbieten, verdeutlicht Fitz. Neu sei, dass künftig ein Bereich für autorisierte Kunden geöffnet ist, wo sie selbst bestimmte Einstellungen an ihren Servern vornehmen können. Ziel der Hetzner AG mit Stammsitz in Gunzenhausen ist es, das Areal in Siebenhitz zum ersten Datacenterpark Deutschlands zu entwickeln. Das Unternehmen zählt als so genannte Webhosting-Gesellschaft, die Speicherplätze vermietet, zu den größten Betreibern von Rechenzentren in Deutschland.

Am Standort Siebenhitz sind momentan rund 20 Mitarbeiter beschäftigt. Für 2010 wird die Einstellung von zehn weiteren Leuten angekündigt. "Schrittweise fortgesetzt wird auch die Erschließung des Gewerbegebietes in Regie der Stadt Falkenstein", unterstreicht Wirtschaftsförderer Sören Voigt. Als Kosten gibt er rund 3, 7 Millionen Euro an, die zu 90 Prozent gefördert werden.  J. Hübner