Herztag im Helios Vogtlandklinikum Plauen

Plauen - Das Helios Vogtlandklinikum führte zum dritten Mal in diesem Jahr einen Herztag durch - das Interesse der Bevölkerung ist ungebrochen.

 

"Unser Herz schlägt 60 bis 100 Mal pro Minute. Das heißt, im Laufe eines 80-jährigen Lebens sind das durchschnittlich drei Milliarden Schläge. Dass es dabei gelegentlich aus dem Takt kommt, verwundert kaum. Mediziner nennen dieses Aus-dem-Takt kommen Herzrhythmusstörungen. Die Folgen können sehr unterschiedlich sein - von harmlosen Unregelmäßigkeiten bis hin zu Herzschwäche, Schlaganfall und plötzlichem Herztod", erklärt Dr. med. Hans Neuser, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II des Helios Vogtlandklinikums.

Allein an Vorhof-Flimmern, der häufigsten Form von Herzrhythmusstörungen, leiden in Deutschland eine Million Menschen. Viele dieser Patienten stehen unter einem erheblichen Leidensdruck. Noch mehr gilt das für die Patienten, die mit einem Defibrillator leben müssen. Für sie alle ist es wichtig, den heutigen Stand der Medizin zu kennen. Deshalb führte das Plauener Helios Vogtlandklinikum in diesem Jahr zum dritten Mal den Herztag durch, der während der bundesweiten Herzwoche stattfand.

Mehr als 150 Patienten und Interessierte fanden am Samstag den Weg in den Konferenzraum und warteten schon mehr als eine Stunde vor Beginn auf den Einlass. Am Klinikum praktizierende Kardiologen hielten Vorträge zu Themen wie Herzschrittmacher, Stolperherz oder plötzlicher Herztod. Dabei erfuhren

Währendessen fanden im Vorraum Messungen von Blutdruck, Blutzucker oder Cholesterin statt. So ein Gesundheitscheck kann bereits erste Anzeichen für die Gefahr von Herzproblemen aufzeigen. Außerdem erklärte Jana Erdtmann die Vorgehensweise für das Legen eines Herzkatheders sowie das Einsetzen eines Schrittmachers. Die Schläuche und Geräte durften sogar genau angeschaut und angefasst werden. Für Menschen, die bereits Patienten sind oder beispielsweise mit einem Defibrillator leben, stand die Defi-Selbsthilfegruppe beratend zur Seite, genau wie die Herz-Sportgruppe, mit dern das Klinikum eng kooperiert.

 

Doch nicht nur Betroffene, auch Angehörige haben oft Probleme und Sorgen mit der Situation. Deshalb schaltet die Klinik für Innere Medizin II - Kardiologie, Pneumologie und Angiologie - jeden ersten Dienstag des Monats eine Hotline. Unter dem Motto "Sie liegen uns am Herzen" können Patienten mit Herzerkrankungen, Angehörige aber auch Bürger, die sich vorsorglich informieren möchten, im Klinikum anrufen. Dr. med. Hans Neuser beantwortet dann unter 03741/494949 zwischen 17 und 18 Uhr die Fragen. S. Rössel