Herbst 89 macht in Weischlitz Schule

20 Jahre nach der friedlichen Revolution überschlagen sich die Termine von Ausstellungen, Vorträgen und Gedenkveranstaltungen. Auch die Mittelschule Weischlitz beteiligt sich, zumal ihr Einzugsgebiet das ehemalige Grenzgebiet einschließt. Am Montag startet ein Schulprojekt.

Vereine und Institutionen haben es durch Unterstützung ermöglicht, den Fünft- bis Zehntklässlern Einblicke in das Geschehen des Jahres 1989 zu geben - im gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und ökologischen Bereich. So forderte man den historischen Forschergeist der Schüler heraus. In der Auseinandersetzung der Schüler mit "1989" entstand ein überdimensionaler, historischer Kalender, der das gesamte Jahr in die Erinnerung zurückruft sowie kindliche und jugendliche Perspektiven auf das Geschehen zeigt.

Das Centermanagement des Elster-Parks Plauen stellt für die Präsentation des Kalenders seine Ladenstraße zur Verfügung. Dort kann sich jeder am Freitag, 9. Oktober, ab 10 Uhr, die Ergebnisse der Schüler ansehen - vielleicht schmunzeln, vielleicht staunen darüber, wie viel von dieser Zeit eventuell schon wieder in Vergessenheit geraten ist, oder aber auch darüber, wie einmalig und wichtig dieses Jahr für die Bürger unseres Landes, besonders unserer Region, gewesen ist.

Lassen Sie sich ermuntern, über die Arbeit der Schüler auch ins Gespräch mit ihnen zu kommen und ihre Sichtweisen kennen zu lernen. Doch damit nicht genug: Durch die bereitwillige Hilfe vieler vogtländischer Unternehmen und Institutionen wird es möglich sein, die Arbeiten der Kinder und Jugendlichen als "Erinnerungsbuch" zu drucken und somit der Bevölkerung zugänglich zu machen. Am nächsten Freitag, 11 Uhr, im Beisein vieler geladener Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft, werden die ersten Exemplare dieses Buches für fünf Euro erhältlich sein.

 

 Den gesamten Erlös daraus spendet die Mittelschule Weischlitz für die Errichtung des "Wende-Denkmals" in Plauen. So werden die Gedanken und Ideen der Schüler, die 1989 noch nicht einmal geboren waren, verewigt - als Symbol dafür, dass die "Friedliche Revolution" in Erinnerung bleibt - bei denen, die sie hautnah miterlebt und herbeigesehnt haben, aber auch bei denen, die nun das genießen können, was sie hervorgebracht hat: die Freiheit. Conny Zenner