Hennings Amtszeit beendet

Die Sitzung des Zwotaer Gemeinderats am Dienstag war in gewisser Weise das Allerletzte. Zumindest im offiziellen Gemeindeleben, denn zum ersten Januar hört der Ort durch die Fusion mit Klingenthal auf, als selbstständige Kommune zu existieren. Dementsprechend zwanglos fand die letzte Sitzung in der Hammerstube des Gasthofs Walfisch statt, in der sich neben einigen Zwotaern auch die Klingenthaler Stadträte Peter Vodel und Thomas Ungethüm eingefunden hatten.

Bürgeranfragen gab es keine, auch keinen nichtöffentlichen Teil. Worüber sollte denn noch geredet werden, meinte Bürgermeister Thomas Hennig, der flugs zu den Beschlüssen überleitete. Da ging es um die Jahresrechnung 2011, Bildung von Haushaltsresten für 2012 und überplanmäßige Ausgaben in diesem Jahr. Alles einstimmig, und so war bereits nach sieben Minuten der Spaß vorbei.

Die letzte Sitzung nutzte Thomas Hennig allerdings, um vielen Leuten einmal Danke zu sagen. Zuvörderst an seine Gemeinderäte für die sehr gute Zusammenarbeit, aber auch seine Mitarbeiter schloss er ein. Besonders dankte er Isabel Trautzsch, die ständig da war, wenn sie gebraucht wurde, unabhängig von Zeit und Stunde. Ebenso nicht vergessen wurden Landtagsabgeordneter Jürgen Petzold und Klingenthals Ex-Bürgermeister Reiner Schneidenbach, die vieles für Zwota mit in Bewegung gesetzt hätten.

Dankesworte ebenso an die Feuerwehr und die Bevölkerung, die ihm in seiner Amtszeit den Rücken stärkte. "Woanders hätte man mir vielleicht einen Pferdekopf hingehängt", so der Gemeindechef schmunzelnd. Umgekehrt kam des Nachmittags ein Lob für den Bürgermeister. Landrat Dr. Tassilo Lenk hatte es sich trotz vieler Termine nicht nehmen lassen, in Zwota bei Thomas Hennig vorbeizuschauen und ihm für die gute Arbeit in der Gemeinde zu danken. Zum Schluss der Sitzung überreichte Isabel Trautzsch in Verbindung mit einem Gedicht eine von Gemeinderäten in Auftrag gegebene Fotocollage mit Bildern aus Hennigs Amtszeit, die dieser hocherfreut entgegennahm.

Ab kommendem Jahr sitzen die Gemeinderäte mit im Klingenthaler Rathaus. Wolfgang Schuster brachte dabei die Meinung des gesamten Gremiums zum Ausdruck. Insgesamt seien seine Erwartungen positiv. Nun müsse man mit den Klingenthalern Räten Tuchfühlung aufnehmen und sich zusammenraufen. Auf jeden Fall wolle man als vollwertiger Partner anerkannt werden, dann würde schon alles zum Laufen kommen.