Helios Vogtland-Klinikum bald mit vogtlandweit erstem Schlaflabor

Das Helios Vogtland-Klinikum erweitert seine medizinischen Angebote in diesem Jahr mit der Eröffnung eines Schlaflabors und einer geriatrischen Tagesklinik sowie der Gründung eines Schmerz-, Kopf- und eines Eltern-Kind-Zentrums. Auf den Weg gebracht ist auch der nächste Bauabschnitt.

Plauen - Vieles ist in den vergangenen Jahren auf dem Geländes des Helios Vogtland-Klinikums passiert und dennoch gibt es nach Aussage von Geschäftsführer Marcus Sommer noch Entwicklungsmöglichkeiten. Und diese schon in der nahen Zukunft. Bereits am Freitag soll in der Klinik für Geriatrie, die erst vor zwei Jahren am Standort etabliert worden war und die in der ehemaligen Hautklinik ältere Patienten medizinisch betreut, eine geriatrische Tagesklinik eröffnen. Dort werden die zumeist über 70-Jährigen ambulant von Ergo-, Physiotherapeuten oder Logopäden unter einem Dach behandelt und sparen sich so Wege.

Voraussichtlich am 1. April soll das vogtlandweit erste Schlaflabor am Plauener Krankenhaus eröffnet werden. "Angesiedelt an die Kardiologie sollen fünf Plätze, jeweils in Einzelzimmern, für die Patienten zur Verfügung stehen. Das Atemzentrum, das wir mit einem externen Betreiber auf dem Klinikgelände bereits haben, wird durch das Schlaflabor hervorragend ergänzt", erklärt Sommer.

Bisher seien die Patienten zur Schlafdiagnostik in andere Kliniken geschickt worden. "Wir wollen den Patienten Wege ersparen und wollen, dass Diagnostik und Therapie Hand in Hand gehen. "Die Schlaf-Apnoe ist ein ernstzunehmendes Krankheitsbild, das insbesondere bei Patienten mit Herz-Kreislauf-, übergewichtigen und Diabetes-Patienten auftritt. Mit zunehmend älterer Bevölkerung nehmen diese Zivilkrankheiten zu", erläuterte der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Lutz Kowalzick.

Um die Patienten ganzheitlicher behandeln zu können und dabei die Fachkompetenz der Experten in den einzelnen medizinischen Bereichen besser nutzen zu können, soll im Juni ein interdisziplinäres Schmerzzentrum gegründet werden. "Bis dato werden Schmerzen in den einzelnen Fachbereichen behandelt, es fehlt aber ein übergreifendes Abstimmen der Therapie, speziell auch für jüngere und ältere Schmerzpatienten", begründet Sommer. Eine bessere Vernetzung der bisherigen medizinischen Angebote für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche sieht er in der Gründung eines Eltern-Kind-Zentrums, in dem jene Kinder und ihre Eltern einen Anlaufpunkt ab Jahresmitte finden sollen.

"Anfang des Jahres haben wir in unserem MVZ die Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie geöffnet und haben dort bereits lange Wartezeiten", weiß Sommer. Auch in der zweiten Hälfte 2013 sollen die Netzstrukturen für ein Kopfzentrum, das Neurochirurgie, Neuroradiologie, Neurologie und Psychiatrie vereint, geschaffen werden. "In den vergangenen Jahren haben wir viele neue Fachabteilungen an unserem Haus geschaffen. Nun geht es darum, die ambulanten und stationären Angebote besser mit einander zu verzahnen. Das kann auch künftig in dem Bereich Onkologie passieren, wo es schon erste Ansätze gibt", sagt der Geschäftsführer.

"Für 2013 haben wir ein sportliches Programm, zu dem auch die Zertifizierung unserer Schlaganfallstation gehört", meint er und auch, dass das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) keine Konkurrenz zu den niedergelassenen Ärzten sein soll. Zu den derzeit sieben Praxen im MVZ könnte bald eine achte, ein Internist, hinzukommen. "Das MVZ mit seiner topmodernen Ausstattung an medizinischen Geräten ist unser ganzer Stolz", so Sommer. Von den 5,5 Millionen Euro Investsumme 2012 sei die Hälfte in die Medizintechnik geflossen. Komplett saniert worden sei auch die Schwestern-Schule und das denkmalgeschützte Haus 7. Ausgebucht sei auch die Kita "Klinikwichtel", die 2012 öffnete.

Seit voriger Woche liege der Bauantrag für den vierten Bauabschnitt im Ministerium vor. "In den kommenden fünf Jahren muss er kommen, weil wir den Platz brauchen. Rund 20 Millionen Euro haben wir dafür veranschlagt. Außerdem haben die Containerbauten irgendwann ausgedient", so Sommer. Noch in diesem Jahr soll die ehemalige Rettungsstelle abgerissen werden.