Heiße Debatte in Mehltheuer

Die Anlage soll Schule, Kindergarten und Neubaublocks an der Friedensstraße beheizen. Bürgermeister Achim Schulz hatte am Montag das Vorhaben vorgestellt: Die ursprünglichen Gedanken seien von ihm mit Vertretern des Gemeinderates, dem Verwalter der Neubaublocks, Jens Anstadt, mit dem Presse-Vertrieb Weigelt entstanden, der dafür sein Heizhaus zur Verfügung gestellt habe.

Spätere Überlegungen um die Zusicherung einer Wärmeabnahme auf hohem Niveau für die Dauer von 25 Jahren haben zum Ausstieg des Pressevertriebs geführt. Die nun vorgelegte Variante sei im Komplex mit der bisherigen Beheizung des Schulgebäudes zu sehen: Dabei könne in Spitzenzeiten die bestehende Ölheizung zusätzlich Energie liefern. Kritik am Projekt des Ingenieurbüros Holger Röhn brachten Vertreter der Schule und Anlieger zum Ausdruck. "Es ist eine Frechheit, als Letzte von der Maßnahme zu erfahren, welche die Schule erheblich betrifft", sagte Schulsprecherin Doreen Kreil.

Ortschaftsrätin Kerstin Spitzer und die amtierende Schulleiterin Antje Wolf formulierten ihre Bedenken: "Grundsätzlich stimmen wir einer Holzhackschnitzelanlage als alternative Wärmequelle zu. Der an das Gebäude vorgesehene Anbau vermindert aber die Freifläche der Grundschule für die Pausengestaltungen beträchtlich, es werde eine erhebliche Lärmbelästigung für den Schulbetrieb erwartet und letztlich seien die Emissionswerte bei der Verbrennung ein Risiko."

Zugleich wiesen andere Bürgern auf die Gefährdung der Schüler durch den zu erwartenden Lastverkehr bei der Anlieferung des Brenngutes hin. Schulverbandsvorsitzender Wolfgang Mächtig und der Syrauer Thomas Vogel sahen eine Lösung des Problems in der Suche nach einem anderen Standort der Anlage. So sei es durchaus denkbar, das Heizungssystem in die Lücke zwischen dem benachbarten Neubaublock und dem Schulgebäude oder im Hang auf der anderen Straßenseite zu errichten. Kontrovers dazu machte Anstadt auf die damit verbundenen höheren Aufwendungen aufmerksam, die den Großteil des zu erwartenden Nutzens verschlingen würden.