Heimat - mit Stift und Pinsel

Bis 23. Juni sind im Neuberinmuseum Bilder von Fredo Bley zu sehen - anlässlich seines 90. Geburtstages: Darunter sind vier Werke des vogtländischen Malers, die noch nie öffentlich zu sehen waren. Einer Schule sei Dank.

Von Uwe Faerber

Reichenbach -  Der 2010 gestorbene Maler aus Buchwald bei Limbach war ein Künstler mit überregionaler Bedeutung, wie Martina Bundszus erklärt, ab Juni Leiterin des Museums. "Er sei der letzte Freilichtmaler des Vogtlandes gewesen, hat er selbst über sich gesagt. Und das ist auch der Titel der kleinen Ausstellung."
Bley wurde 1929 in Obermylau als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren. Ab 1943, nach der Schule, lernte er Lithograph und arbeitete nach dem Krieg als Dekorations- und Schriftenmaler. 1952 wurde er jüngstes Mitglied im Verband Bildender Künstler Deutschlands. Um Geld zu verdienen, war er ab 1959 fünf Jahre in einer Ziegelei tätig.
Bley war Autodidakt - er versuchte Impressionismus und Expressionismus künstlerisch zusammenzuführen. Viele seiner schätzungsweise 3000 Werke sind von (vogtländischer) Landschaft und Natur beeinflusst. Die kleine Schau im Reichenbacher Museum zeigt 16 Bilder - mit Motiven aus Buchwald und Waldkirchen, Limbach, Reichenbach und Treuen. Es handelt sich um Linoldrucke, Ölmalerei, Aquarelle, Tusch- und Filzstiftzeichnungen. Auf vier Bilder macht Frau Bundszus besonders aufmerksam: zwei Linolschnitte und zwei Aquarelle. "Sie stammen aus dem Bestand der Lessing-Oberschule Lengenfeld, die uns die Bilder als Leihgaben überlassen haben, auch weil in der Schule Umbauarbeiten anstehen." 
Die Ausstellung "Ich bin der letzte Freilichtmaler des Vogtlandes" - Fredo Bley (1929 - 2010) ist zu den Öffnungszeiten des Neuberinmuseums Reichenbach (Telefon 03765 - 2 11 31) zu sehen.