Haushaltsberatung löst Empörung aus

Rosenbach/Fröbersgrün - "Es wird Zeit, dass wir im Gemeinderat mit der Faust auf den Tisch schlagen. Und das sowohl unter Bezug auf die Situation innerhalb der Gemeinde als auch gegenüber dem Kreis. Mit seinen Umlageerhöhungen zwingt er die Kommunen in die Knie", bringt sich lautstark Gerd Wunderlich in die Debatte um den Gemeindehaushalt ein.

Ortsvorsteher Jens Mantel hatte die Ortschaftsräte über Maßnahmen des Haushalts 2013 informiert: Außer dem umfangreichen Anbau an die Kindertagesstätte - für den nach langen Jahren endlich Fördermittel bereitstehen sollen - ist lediglich ein kleiner Ansatz für Sanierungsarbeiten an der ehemaligen Schule eingestellt, die mindestens noch zwei Jahre den Schulhort beherbergen wird.

Mantel hatte den Räten reinen Wein eingeschenkt, dass der Kämmerer den Haushalt unter einer Erhöhung der Kreisumlage von 27,99 auf 30 Prozent gerade noch ausgleichen konnte, ohne dringend notwendige Maßnahmen berücksichtigen zu können. Die Begehrlichkeiten nach wesentlich höheren Zahlungen kann Rosenbach nicht ausgleichen. Das Ende der Fahnenstange sei erreicht. So müssen ohnehin beispielsweise Zahlungen an die Ortszeitungen und für die Ortschaftsräte auf den Prüfstand.

Falk Zeh brachte ein, dass "es an der Zeit ist, eine statt vier Ortszeitungen erscheinen zu lassen. Genauso dringlich ist die Erhaltung der Ortschaftsräte, ohne diese rutschen die Ortsteile in der Gemeinde voll hinten runter."

"War es noch irgendwie einsehbar, dass fast die ganze ´Heiratsprämie´ in die laufenden Maßnahmen von Leubnitz floss, sind Gedanken zur Sanierung des dortigen Parkes zur Zeit völlig unangebracht. Gipfel der Dreistigkeit sehe ich in der Sanierung der Straße zwischen Rößnitz und Rodau, nur weil die nach dem Flurneuordnungsprogramm noch mit 86 Prozent gefördert wird. Die Gemeinde brauchte nur 14 Prozent der vielleicht zwei Millionen beizusteuern. Haben wir nichts Dringenderes zu tun?", fragt Wunderlich.

An den maroden Straßen in Syrau, Fröbersgrün und Fasendorf wird sich auch 2013 nichts tun, wohl aber in Plauen ein herrschaftliches Landratsgebäude errichtet, dessen Mehrkosten schon abgesegnet wurden. Also muss doch auch das Geld dafür da sein, war in der Runde zu hören. Mit Spannung sehen die Räte der Beratung des Gemeinderates am Donnerstag zum Haushalt entgegen. va