Haushaltloch und Nachforderungen

Oelsnitz - Böse Überraschungen musste der Oelsnitzer Stadtrat in der letzten Sitzung seiner Legislaturperiode verdauen - am 7. Juni wird das Kommunalparlament neu gewählt. Rund eine Million Euro fehlen im Haushalt, informierte Möbius. "Die Wirtschaftskrise erwischt Oelsnitz heftig". Die Fehlsumme resultiere aus Rückzahlungen von Gewerbesteuer und Mindereinnahmen an Einkommenssteuer. Seit Montag wisse man im Rathaus darüber Bescheid, jede Abteilung sei angehalten, Sparpotentiale zu erschließen. Doch damit allein wird das Loch nicht gestopft. Ein Griff in die Rücklage - die sich zum Glück noch einmal erhöht habe - sei notwendig. "Das tut unheimlich weh", gestand die OB. Ein Konzept zur Haushaltskonsolidierung müsse erstellt und bei der Kommunalaufsicht vorgelegt werden. Oelsnitz müsse sich auf Dauer auf weniger Gewerbesteuereinnahmen einrichten. Zur Zeit sei die Steuerkraftmesszahl - aufgrund der Einnahmen vergangener Jahre - noch hoch -was sich auf die Höhe der Kreisumlage auswirkt. Um anschließend noch Abschied feiern zu können, hatte Oberbürgermeisterin Eva-Maria Möbius das Gremium Mittwochabend nach Hundsgrün eingeladen ins Umweltzentrum des Grünen Bands- zum Grillen und Bowling im gemütlichen Teil. Doch zunächst galt es zwei Nachtragsangebote von insgesamt 159 216 Euro bei der Erschließung des Industriegebiets Taltitz-Neue Welt zu schlucken. Der Stadtrat bestätigte den Auftrag an die Firma Heilit+Wörner zum Bau einer Anstromdrainage auf einer Länge von 785 Meter sowie eines Vorflutanschlusses zum Moritzbach, um das anfallende Schichtenwasser abzuleiten.  R.W.