Haushalt abgelehnt

Pöhl/Möschwitz - Die Mitglieder des Zweckverbandes Talsperre Pöhl haben den vorgelegten Haushalts am Mittwoch abgelehnt. Die Gemeinden Neuensalz und Pöhl bemängeln zu geringe Anstrengungen des Verbandes Geld zu sparen. Insbesondere die Personalkosten seien zu hoch.

Geschäftsführerin Mariechen Bang konnte am Donnerstag immer noch nicht verstehen, warum der 2-Millionen-Euro-Etat abgelehnt wurde. Abstimmungsberechtigt sind Vertreter der beiden Gemeinden und des Vogtlandkreises. "Der Haushalt wurde am 28. Oktober vorberaten und zur Diskussion ausgelegt." Es habe keine Anfragen gegeben. Lediglich in der Versammlung am Mittwoch erkundigte sich Verbandsrat Wolfgang Hinz nach dem Sinn eines 500 000-Euro-Kassenkredits. "Das ist ein Sicherheitspolster, das so einfach nicht angegriffen werden kann", erläuterte Bang.

In der Abstimmung stimmten die beiden Gemeinden überraschend mit "Nein". Pöhls Bürgermeisterin Daniela Hommel-Kreißl begründete die Ablehnung mit den hohen Personalkosten von etwa einer Million Euro. "Eigentlich waren sie mit 900 000 Euro beschlossen, übersteigen aber die Eine-Millionen-Grenze." Die Verbandsräte erwarten jetzt eine Erklärung vom Zweckverband.

Bis zur nächsten Zweckverbandsversammlung sollen jetzt Sparvorschläge ausgearbeitet werden. "Dann kann der Haushalt sofort verabschiedet werden", ergänzte Hommel-Kreißl. Schließlich sei es öffentliches Geld, und die Leute hätten ein Recht, zu erfahren, wofür diese verwendet werden. "Die Verhältnismäßigkeit muss schon da sein." ker