Haus Nummer 18 steht im Weg

Plauen - Ab Juli könnte, wenn alles nach Plan läuft, mit dem grundhaften Ausbau der Syrauer Straße, vom Ortskern Kauschwitz ausgehend, begonnen werden. Darüber wurden in dieser Woche die Anwohner bei einer Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus informiert.

Über eine Dauer von insgesamt etwa zwei Jahren soll die insgesamt 1,2 Kilometer lange Strecke in mehreren Bauabschnitten bewerkstelligt werden. Kerstin Schicker, Leiterin des Tiefbauamtes der Stadt Plauen sowie Uwe Adler vom Planungsbüro Öko-Plan legten am Montag die Baupläne zur Ansicht vor.

Mit 5,50 Metern Breite wird die Straße in Richtung Syrau beginnen und einen Fußweg von 1,50 Metern erhalten. Außerdem werde sich der Zweckverband Wasser und Abwasserversorgung um die Vorkehrungen für die entsprechenden Ableitungen vom Schmutz- und Regenwasser kümmern. Borde und Straßeneinläufe aller 20 Meter sollen das Wasser bis zur Edelpilzanlage auf den richtigen Weg bringen. Bis dorthin sei auch der erste Bauabschnitt in diesem Jahr geplant. Erst 2011 gehe es ab der Edelpilzanlage mit nur fünf Metern Straßenbreite weiter.

 

Bei geringer Geschwindigkeit sei die Begegnung von Pkw und Lkw auch dort noch möglich, verwies der Planer. Dem Haus Nr. 18 stehe der Abbruch bevor. Das Gebäude befinde sich im Besitz der WbG. Diese habe der jetzigen Mieterin ein Alternativangebot gemacht. Nur ein Abriss mache den Bau der Straße dort wie geplant möglich. Außerdem entspanne es auch die Lage, merkte Ortschaftsratsvorsitzender Helko Grimm mit einem Lächeln an. Für die nicht wenigen Bäume, die bis zur Gemarkung Syrau weichen müssen, seien Ersatzpflanzungen vorgesehen. Ein landschaftspflegerischer Begleitplan sei immer als Bedingung an solche Maßnahmen geknüpft, erklärte Kerstin Schicker.

Einige der Kauschwitzer hatten Sorge, zwei Jahre lang über Syrau nach Hause fahren zu müssen. Dem sei nicht so, versicherte der Planer, jedoch könne es gerade zu Zeiten des Kanalbaus zu Vollsperrungen kommen. Dies sei nicht zu vermeiden, Zufahrt für Feuerwehr und Krankenwagen müssten aber vorschriftsmäßig immer möglich sein. Das Abstellen der Autos müsste in diesen Bau-Phasen außerhalb geregelt werden.

Dies war auch gleich Thema für grundsätzliche Diskussionen, denn beim Betrachten des Planes fiel auf, dass im gesamten Straßenverlauf keine Parkmöglichkeiten vorgesehen seien. Das gäbe der Platz einfach nicht her, hieß es seitens der Stadt. Natürlich werde es entlang der Strecke aber kein Halte- oder Parkverbot geben. Trotzdem wollten die Bürger nicht davon abweichen, in der Nähe des Ortskernes eine Möglichkeit zu bekommen. So wurde sich auf einen abgesenkten Bordstein und halbseitiges Parken auf dem Gehweg verständigt. Die Bushaltestelle gegenüber müsse so gebaut werden wie geplant, sonst greife die bereits genehmigte Fördermaßnahme nicht. Außerdem sah auch Grimm die Neugestaltung der Haltestelle als dringend notwendig und plädierte für die Errichtung wie vorgesehen.

Außerdem informierte Gunnar Exner vom ZWAV über den aktuellen Stand in Sachen Vollanschluss. Noch immer stehen Meldungen von einem Teil der Anwohner aus, um konkrete Berechnungen vorlegen zu können. Betreffende Haushalte sollen in den nächsten Tagen nochmals angeschrieben werden mit der Aufforderung, einfach eine unverbindliche Absichtserklärung über eine Beteiligung oder Desinteresse dazu zu formulieren. Besonders wichtig seien dabei die Anzahl der im Haus lebenden Personen, die Grundstücksfläche und die Art der Regelung bisher. Nur etwa 50 Prozent der Meldungen seien bisher eingegangen, deshalb wird um Unterstützung, auch der anderen Anwohner zuliebe, gebeten. S. Rössel