Hauptangeklagter legt Revision gegen Urteil ein

Der Hauptangeklagte im Prozess gegen vier Plauener Motorradrocker akzeptiert seine Strafe nicht.

Zwickau/Plauen - Das Strafverfahren gegen Mitglieder des in zwischen verbotenen Plauener Motorradclubs Gremium MC ist trotz des Urteilsspruches noch nicht abgeschlossen. Der Hauptangeklagte Markus F., zuletzt Präsident des Vereins und Inhaber der Lifestyle-Bar hat gegen das Urteil der Zweiten Strafkammer Revision eingelegt. Am Dienstag vergangener Woche war er wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung zu einer Haftstrafe von einen Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. Er war damit der einzige Angeklagte der keine Bewährungsstrafe erhielt.

Die drei anderen Angeklagten hatten ihre Freiheitsstrafen, die allesamt zur Bewährung ausgesetzt wurden, noch im Gerichtssaal akzeptiert. Auch die Staatsanwaltschaft hatte auf Rechtsmittel verzichtet. Mit dem Urteil gegen Markus F. muss sich nun der Bundesgerichtshof befassen. Dabei wird allerdings nicht noch einmal über den Sachverhalt selbst verhandelt, sondern lediglich geprüft ob es während der Verhandlung Fehler gegeben hat, die zum Nachteil des Angeklagten wurden.

Frei kommt Markus F. trotz der laufenden Revision nicht. Er sitzt derzeit eine dreijährige Haftstrafe ab. Zudem steht er noch in Cottbus vor Gericht. Die Anklage vor dem dortigen Landgericht lautet auf versuchten Mord. F. Dörfelt

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