"Haube" wirft Hut in den Ring

Jetzt hat der siebte Bewerber für die Plauener OB-Wahl seinen Hut in den Ring geworfen: Thomas Haubenreißer, Stadtrat und Unternehmer, wurde am Donnerstag von der Plauener FDP als OB-Kandidat nominiert.

Obwohl Haubenreißers Kandidatur erst kurz vor dem Meldeschluss am 8. April kommt, sei sie schon lange geplant gewesen, sagte der 49-jährige Ur-Plauener gestern auf Anfrage. Mehr noch: Irgendwann einmal Nachfolger von Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer zu werden, sei ein lang gehegter Wunsch von ihm gewesen. Er hält Oberdorfer für einen "guten OB", der in 21 Jahren Amtszeit vieles in Plauen bewegt habe. Darauf lasse sich aufbauen. Es sei eine Ehre, ihn abzulösen. Mit neuen Innovationen werde er manches, das Oberdorfer auf den Weg gebracht hat, zu Ende bringen.


Genau wie Oberdorfer tritt Haubenreißer, der von der FDP unterstützt wird, als unabhängiger Kandidat an. Anders als der amtierende OB ist der neue Bewerber aber kein FDP-Mitglied. Mit einer Unterbrechung von fünf Jahren, sitzt Haubenreißer seit 2004 im Plauener Stadtrat. Zwischen 2014 und 2019 habe er sich intensiv um seine Kinder kümmern wollen. Er hat drei Kinder, die 27, 14 und 12 Jahre alt sind. Die Familie hat versprochen, ihm für die neue Aufgabe den Rücken freizuhalten. Seine Firma, die Haube GmbH, beschäftigt sich mit 20 Mitarbeitern mit Heizung- und Sanitärbau und saniert Wasser- und Brandschäden. "Haube" ist auch der Spitzname des Bewerbers.


Er wolle die Welt nicht verändern, sondern die Stadt "für die Zukunft meiner Kinder gestalten", blickt der Kandidat nach vorne. Wichtig sei es, auswärtige Investoren anzusiedeln. Deshalb sollte die Gewerbesteuer gesenkt werden. Neue Unternehmen brächten auch junge Leute in die Stadt. Für sie sollte es ein vielseitiges Kulturanangebot geben. Die Zukunft des Theaters müsse gesichert werden. Unter seiner Führung werde die Stadt zum Dienstleister für die Plauener werden: "Bürger dürfen keine Bittsteller sein." Er freut sich darauf, im Wahlkampf mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Er hofft, dass das nicht nur virtuell möglich sein wird. Wilfried Hub