Harte Zeit für Syrauer Höhlendrachen

Die Syrauer Drachenwettkämpfe zogen am Sonntag wieder zahlreiche Besucher an. Diese hatten ihren Spaß - im Gegensatz zum Höhlendrachen Justus.

Syrau - Da soll einer ruhig bleiben, wenn einem erst die Eier geklaut werden und man am Ende noch selbst dran glauben muss, mag sich Höhlendrache Justus am Sonntagnachmittag im Heidegarten des Ortsteiles von Rosenbach gedacht haben: Dort fanden traditionell im "Heidebad" wieder die Drachenwettkämpfe statt. Anziehungspunkt für unglaubliche Heerscharen von Besuchern aus den Ortsteilen der Gemeinde und der Umgebung.

Die Veranstaltung bildete wohl den Höhepunkt des diesjährigen Spektakels zum Höhlenfest, denn immerhin 22 Mannschaften gingen an den Start, um in einem ganz gewöhnlichen Schlauchboot zu zweit zunächst auf die Jagd nach den im Becken schwimmenden Dracheneiern zu gehen, danach Drachenwürste und ein wenig Drachenblut in sich aufzunehmen, um dann dem grünen Ungeheuer an einer Ecke des Beckens den Todesstoß zu versetzen.

Vom Geschick des Ruderers und des Eiersammlers hing es ab, nach welcher Dauer der Ausgangspunkt wieder erreicht wurde. Mit vollem Körpereinsatz wurde gekämpft und einmal musste ein Mitglied sogar unfreiwillig das Boot verlassen. Freiwillig begaben sich die Schnellsten im Vorgefühl ihres Triumphes (teilweise auch voreilig) ebenfalls in die kühlen Fluten. Die weiteste Anreise hatten zwei Teams aus Wolfersgrün, die die vorangehende Nacht sogar vor Ort campingmäßig übernachtet hatten, um teilzunehmen - es reichte aber dennoch nur zu Plätzen im Mittelfeld.

Am Ende hatten sich Uwe Schulz und Jens Zöphel vom Oberpirker Feuerwehr- und Heimatverein mit ganzen sechs Zehnteln Vorsprung vor den zweiten in 1:41:30 Minuten durchgesetzt und den Drachenpokal bis zum nächsten Wettkampf gesichert. Bei den Kindern setzte sich mit "Dirtpix" (Rico und Aaron Schmidt) eine Mannschaft aus zwei Generationen durch. Da der Spaß an der Freude im Mittelpunkt stand, ging keines der Teams am Ende bei der Siegerehrung leer aus und so hoffen die Veranstalter, dass der Wanderpokal im nächsten Jahr wieder aus Oberpirk mitgebracht wird.

Mit geringer Verzögerung durch die Vielzahl der Starter zogen dann die Mitglieder der Thierbacher Schalmeienkapelle in das Festzelt ein, welches die vielen Gäste nicht aufnehmen konnte. So befanden sich außer denen, die einen Platz gefunden hatten, etwa ebenso viele Besucher außerhalb des Zeltes, um die Klänge der 31 Musikanten zu erleben. Wer nicht unbedingt an der Musik teilhaben wollte, vergnügte sich indes auf der Händlermeile mit dem Betrachten oder dem Erwerb der angebotenen Gegenstände oder ließ sich Eis, Roster oder Schaschlik schmecken.