Hanfplantage in Plauen ausgehoben

Eine Hanfplantage mit mindestens 1.000 Pflanzen hat die Polizei in der Plauener Kaiserstraße ausgehoben.

Plauen - Die Plantage war auf mehreren Etagen des nicht mehr bewohnten Hauses Kaiserstraße 11 entdeckt worden. Nach Aussage des Sprechers der Polizei Südwestsachsen, Jens Scholze, waren dem Fund langwierige Ermittlungen der Polizei in Hannover vorausgegangen. Die Kollegen aus Niedersachsen seien dann auch in Plauen vor Ort gewesen. Man könne aufgrund der Menge der gefundenen Pflanzen davon ausgehen, dass das Rauschgift eindeutig für den Handel bestimmt gewesen sei. Auf dem Schwarzmarkt hätte es einen Erlös von bis zu 80.000 Euro bringen können.

Scholze zufolge liefen die ersten Maßnahmen bereits am Dienstagabend an, im Laufe des Mittwoch kam dann das ganze Ausmaß des Fundes zutage. Der Anbau sei absolut professionell betrieben worden - sowohl Jungpflanzen als auch solche, die bereits Ertrag brachten, wurden gefunden, sagt der Pressesprecher. Inzwischen wurden die Hanfpflanzen von der Polizei sichergestellt, in dem inzwischen versiegelten und von Beamten gesicherten Haus befinden sich noch einzelne Gerätschaften wie Belüftungsmesser, Temperaturkontrollmesser und ähnliches, was ebenfalls auf das professionelle Vorgehen der Betreiber schließen lässt.

Seit wann die Plantage betrieben wird, sei noch unklar. "Der aus den Räumen dringende Geruch ist jedenfalls beeindruckend", sagt Scholze sarkastisch. Ob sich hinter dem Fund ein möglicherweise deutschlandweit oder gar international agierender Drogenhändlerring verbirgt, auch dazu gibt es noch keine Erkenntnisse. "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren", sagt Scholze, der sich aufgrund dessen auch noch nicht zu Einzelheiten äußern möchte. Inzwischen wurden zwei Tatverdächtige aus dem niedersächsischen Raum verhaftet, die bei der Festnahme keinen Widerstand geleistet hätten, sagt Scholze.

Nach Angaben der Polizei kamen keine Spürhunde zum Einsatz. Allerdings wollen Anwohner in den Abendstunden des Montag mehrere Hunde in der Nähe des betreffenden Hauses gesehen haben. Angeblich sollen verschiedene Häuser in der Kaiserstraße bereits in der Vergangenheit als Drogenumschlagsplätze gedient haben. Für Donnerstag hat die Polizei eine Pressemitteilung mit Einzelheiten angkündigt.