Haltepunkt Mitte im Zeitplan

Die Arbeiten auf der Baustelle Haltepunkt Mitte in der Elsteraue laufen zügig voran. Die Stadtverwaltung Plauen als Bauherr informierte jetzt über den Stand der Dinge, Kosten, über Probleme und terminliche, Aussichten.

Plauen - Viel wird derzeit gebaggert und gebohrt und von Grund auf vorbereitet, auf dass später die neue Brücke, Gleise, Straßen und die Rohre und Leitungen darunter an die richtige Stelle kommen. Anfang November sollen die ersten Züge über die Brücke rollen, so die Bauleitung. Das Viadukt wird 36 Meter lang sein (das alte war 20 Meter) und aus acht Trägern bestehen, die mit einem Zug von Greiz her kommend angeliefert werden.

Zwei Firmen im Verbund - HTR Reichenbach und Lasch Zwickau mit 27 Mitarbeitern - sind derzeit im Einsatz, um nach und nach die einzelnen Abschnitte des Haltepunktes Mitte mit den angrenzenden Bauwerken und der Infrastruktur zu realisieren. "Der Bau ist noch im Zeitplan", sagt Bauleiter Thomas Müller von der Stadt Plauen. Kerstin Schicker, Dezernentin Bau und Umwelt, informierte mit Vertretern der Bauleitung über verschiedene Probleme.

"Im Wesentlichen sind es Verzögerungen durch die Beseitigung einer 75 Kilogramm Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg und die nun ständige Aufsicht bei den Bauarbeiten durch den Kampfmittelräumdienst", so die Fachfrau. Auch im Bereich Abwasser sind andere Gegebenheiten vorgefunden worden, so ein geziegelter Regelüberlauf. Der müsse entfernt werden, so Schicker. Die Kosten bewegten sich derzeit im geplanten Rahmen von 11,5 Millionen Euro.

"Es gibt auch Nachträgeanträge", sagte Schicker. Bauliche Verzögerungen und eine spätere Inbetriebnahme der Bahnstrecke würden Zusatzkosten seitens der Deutschen Bahn von 70 Euro pro Minute verursachen, rechnete die Bauamtschefin vor. Für die Bürger wird es im Juni eine Baustellenbegehung geben.