Haltepunkt Mitte: Aufzug und Treppen erst später

Plauen - Der Haltepunkt Mitte wird Ende Juli nicht komplett übergeben werden können. Darüber informierte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer am Dienstag die Stadträte.

Aus einem Schreiben der Deutschen Bahn gehe hervor, dass der Treppenbau und die Installierung des Aufzugs vermutlich erst Mitte oder Ende September realisiert werden können. Unabhängig davon erfolge die Verkehrsfreigabe in diesem Bereich aber wie vorgesehen. Für eine Übergangszeit bleibt der Untere Bahnhof in Betrieb, danach wird der Haltepunkt geschlossen. Oberdorfer zeigte sich von der Verzögerung wenig beeindruckt. Dass es in solchen Zeiten, also finanziell klammen, überhaupt gelinge, ein derartiges Bauwerk zu errichten, sei beachtlich, fügte er an.

Die komplexen Baumaßnahmen begannen im Februar 2014. Seither scheinen sich die einheimischen und auswärtigen Autofahrer schon fast an die Umleitung gewöhnt zu haben. Erste Planungen für das größte Bauvorhaben der Stadt datieren bereits aus dem Jahre 2002. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 11,5 Millionen Euro, 90 Prozent davon fließen als Fördermittel von Bund und Land.

Ebenfalls finanziell beteiligt sind neben der Kommune die DB Netz AG, DB Station und Service und der Zweckverband ÖPNV Vogtland. Mit der Straßenbahn kommt man künftig innerhalb kürzester Zeit in die Innenstadt, ist schnell beim Stadtbad, beim Vogtlandklinikum, der Festhalle und dem zukünftigen Landratsamt. Der Haltepunkt liegt zudem auf halber Strecke zwischen Gera und Cheb. tp