Halle in Kemnitz niedergebrannt

Das Unglück begann beim Ablassen von Benzin. Das hatte Folgen. Die Explosionen waren weithin hörbar.

Weischlitz/Krebes - Das Feuer war laut Polizei gegen 10.30 Uhr in einer Halle in Kemnitz bei Weischlitz ausgebrochen: Etwa 50 Feuerwehrmänner rückten aus. Das ältere Gebäude der Milchwirtschaft Dehles brannte beim Eintreffen der ersten Feuerwehren lichterloh und dicker schwarzer Qualm stieg auf. Im Inneren ereigneten sich mehrere Explosionen, die bis ins sechs Kilometer entfernte Reuth zu hören waren.

Die Halle ist nach Informationen des Vogtland-Anzeigers an eine Privatperson vermietet. Im Inneren verbrannte ein älterer Traktor, ein Schrottauto sowie das gesamte Inventar und vor der Halle ein abgestellter Wohnwagen. Ein 23-Jähriger gab an, dass er aus seinem Auto das restliche Benzin abgelassen hatte, um es dann auf den Schrottplatz zu bringen. Dabei kam es vermutlich durch einen Funken zu einer Entzündung, durch die er sich eine leichte Brandwunde an der Hand zuzog.

Ihm gelang es noch vor den sich rasch ausbreitenden Flammen aus der Halle zu flüchten, das Tor zu schließen und die Feuerwehr zu alarmieren. Es rückten sechs Freiwillige Feuerwehren aus den umliegenden Ortschaften mit ihren Löschfahrzeugen aus, sowie die Drehleiter der Oelsnitzer Wehr.

Durch den Aufbau einer Löschstrecke vom Feuerwehrteich und durch das Löschen unter Atemschutz gelang es den Feuerwehrleuten, ein Übergreifen des Brandes zu verhindern. Das ältere landwirtschaftliche Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Jetzt ermittelt die Kripo.