Halbmond-Abbruch türmt sich

Ein Gebäude nach dem anderen des alten Halbmond-Werks Oelsnitz verschwindet. Die Schutthaufen zwischen Elsterufer und C.-W.-Koch-Straße wachsen. "40 Prozent der Gebäudesubstanz sind abgetragen", gibt Daniel Pabel Auskunft, der Geschäftsführer der Erd- und Tiefbau GmbH Ebersbach. Von dem 4,6 Hektar großen Werksgelände waren rund 2,6 Hektar bebaut, weitere 1,6 Hektar sind versiegelte Fläche. Von der Brückenstraße her hat die Firma die Werkshallen entlang der Weißen Elster dem Erdboden gleich gemacht, in den nächsten Wochen fallen die für die Öffentlichkeit sichtbareren Gebäude an der C.-W.-Koch-Straße. Eine Besonderheit des Abbruchs war die extreme Einsturzgefahr, die ein Betreten der Bauten oft nicht mehr zuließ, berichtet Pabel. Mauern wurden deshalb mit dem Bagger zusammengeschoben. Der Schutt muss sortiert werden. Die Abrissarbeiten sollen bis Oktober abgeschlossen sein. Dabei liege man gut im Plan. Auf große Überraschungen sind die Ebersbacher nicht gestoßen. Das als Schadstoff berüchtigte Asbest falle nur in geringem Maß an. Grundlage der Arbeiten ist das Gutachten zu Baugrund und Bausubstanz der Plauener Firma M&S Umweltprojekt GmbH. Die Entsorgung der Abbruchmassen begann mit Holz, Müll und Asbest, jetzt folgen große Massen Bauschutt, die die Firma teilweise selbst vermarkte. Die Halbmond-Brache gehöre zu den größten Projekten, die die Ebersbacher bislang bewältigten. Von 35 Mitarbeitern sind vier bis acht Leute im Einsatz. In ähnlichem Umfang betätigte sich die Oelsnitzer Firma bereits beim Abbruch des ehemaligen RST-Geländes in Apolda. Text/Foto: RWÖ