Häuserverfall in Plauen nimmt zu

Der "Fall" eines jungen Plaueners, dessen Auto im Winter 2010/2011 von herabstürzenden Teilen eine baufälligen Hauses derart in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass es selbst nur noch Schrottwert besaß, bewegte damals die Gemüter. Privates Engagement machte es möglich, dass der junge Mann seinen Arbeitsort auch in den Wochen und Monaten erreichte, als Stadtverwaltung und Versicherer noch darüber grübelten, ob den Mann nicht eine Mitschuld träfe, wenn er sein Fahrzeug in unmittelbarer Nähe einer Bauruine parke.

Seither sind fast eineinhalb Jahre vergangen, doch an der Tatsache, dass das zuständige Fachgebiet Bauordnung den nicht nur optisch unhaltbaren Zustand lediglich verwaltet, hat sich kaum was geändert. Exakt 187 Objekte müssen die Mitarbeiter ständig im Blick behalten - unterteilt in relativ leichte, mittelschwere und katastrophale "Fälle". Wöchentlich bis zu 25 Kontrollen müssen durchgeführt werden, darunter an 14 Objekten, die entweder als stark gefährdet gelten oder herrenlos sind.