Händedruck für engagierte Vogtländer

60 außerordentlich engagierte Menschen im Ehrenamt wurden am Samstag von Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler ausgezeichnet. Darunter auch elf Vogtländer Eine Geld-Prämie gab es nicht - dafür einen Händedruck nebst Urkunde.

Plauen Geehrt wurden von Matthias Rößler und Sozialministerin Christine Clauß folgende Vogtländer:

Petra Beck: Deckt Bedürftigen die Tafel

Petra Beek unterstützt seit 2002 die Reichenbacher Tafel und ist Gründungs- und Vorstandsmitglied. Seit 2008 leistet sie im Bereich Kassen- und Finanzwart und der Disposition der Fahrzeuge ehrenamtlichen Dienst. Sie betreut die Tafel-Mitglieder, organisiert Veranstaltungen, wie den Tafelaktionstag, Kindertag und Kinderweihnachtsfeier.

Beate Werner betreut arme Leute

Auch Beate Werner gehört zu den Gründerinnen der Reichenbacher Tafel. Dort engagiert sie sich vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit und kümmert sich um Sponsoren. Auch sie bringt sich aktiv in die Organisation von Tafelaktions- oder Kindertagen ein.

Jürgen Böhm: Redakteur vom "Vogtlandecho"

Jürgen Böhm ist Fördermitglied des Blinden- und Sehbehindertenverein Vogtland und engagiert sich ehrenamtlich als Redakteur für die Hörzeitung "Vogtlandecho", welche wöchentlich auf CD oder Kassette erscheint - zum Monatsende noch eine zusätzlich. Er erstellt das Manuskript für das Geschehen aus dem Oberen Vogtland. Dazu gehören politische Themen, Wissenswertes aus Natur und Technik, Haushalts- und Pflegetipps, medizinische Themen rund ums Auge, Infos zu Veranstaltungen im Verein. Ein Gedicht und Geburstagsgratulationen gehören ebenso zu der 90-minütigen CD.

Gudrun Wildt spricht für Blinde

Auch Gudrun Wildt engagiert sich ehrenamtlich im Blinden- und Sehbehindertenverein Vogtland für die Hörzeitung "Vogtlandecho". Als "Stimme" der Hörzeitung ist sie Redakteurin und Sprecherin - gemeinsam mit Jürgen Böhm.

Monika Borza musiziert grenzenlos

Monika Borza leitet den "Frauenchor des Handwerks".. Gemeinsam mit drei weiteren Chören aus dem Dreiländereck gestaltet der "Frauenchor des Handwerks" das Drei-Länder-Singen. Ebenso gehören die Euregio-Egrensis-Konzerte zum jährlichen Veranstaltungskalender. Frau Borza leitet auch den Chor der Oberschule Oelsnitz . Großes Augenmerk legt Frau Borza auf den länderübergreifenden Austausch zwischen Deutschland und Tschechien. Dafdurch entstehen Kontakte, Fremdsprachenkenntnisse und die auf kulturellem und musikalischen Gebiet. Ebenso organisiert die Ausgezeichnete Treffen der Siebenbürgen.

Ulrich Büttner liebt die Natur

Die Liste seiner Verdienste in Sachen Naturschutz ist lang: Ulrich Büttner leitete von 1980 bis 1987 die "Station Junger Naturforscher und Techniker" in Plauen. Er gehörte zu den "Vogtländischen Floristen im Kulturbund der DDR", was seit 1990 der Arbeitskreis "Vogtländische Botaniker" im Naturschutzverband "Landesverein Sächsischer Heimatschutz" ist, dessen Vorsitz er hat. Büttner hilft mit bei der Ausweisung von Schutzgebieten und Flächennaturdenkmalen, war mitverantwortlich für die Biotopkartierung im Vogtland. Auch verfasste er verschiedene Publikationen, so bis 1988 den "Naturschutz im Kreis Plauen"; nachwendig arbeitete er mit an der "Geschichte des Naturschutzes im sächsischen Vogtland", am "Moosatlas Sachsen" und beteiligte sich an verschiedenen Projekten, so dem über den Wildapfel, einem über Rosen und den Dornigen Schildfarn.

Friedrich Fuchs ist ein Kümmerer

Der Sozialdemokrat ist ein Urgestein im Auerbacher (seit 1994) und mit vielen Funktionen betraut: Als Aufsichtsrat der Auerbacher Wohnbau, der Flugplatzgesellschaft, SEGA Auerbach, er sitzt im Petitionsausschuss und dem Technischen Ausschuss. Seit 1996 engagiert sich Fuchs für die Plauener Tafel. Dort hat er die Ausgabestellen in Auerbach und Rodewisch plus Beratung aufgebaut. In Auerbach nutzen seitdem 60, in Rodewisch 40 Familien die Tafel. Zusätzlich baute er Kontakt zur zur Arbeitsloseninitiative auf, um sich für Menschen mit Problemen, wie Arbeitsplatzverlust oder Geldsorgen einsetzen zu können. Viele Probleme können diese Menschen mit Fuchs persönlich besprechen. Die Tafel, die den Stadtrat vorschlug, bezeichnet Fuch als "Kümmerer" - freundlich, kompetent, engagiert.

Christian Klitzsch meistert Katastrophen

Christian Klitzsch ist seit neun Jahren beim DRK ehrenamtlich und als Mitglied tätig. Er hat seit 2008 maßgeblich am kompletten Neuaufbau des ehemaligen Betreuungszuges mitgewirkt und den Katastrophenschutz-Einsatzzuges des DRK-Kreisverbandes Auerbach aufgebaut. Für Ausbildung und Neuausrüstung der Mitglieder im Zug und zeichnet er sich verantwortlich, veranstaltet Ausbildungstage mit den Wasserwachten und leitet die Absicherungen bei Großveranstaltungen. 2010 wurde er zum K-Beauftragten ernannt und außerdem ist er seit 2010 Mitglied des Präsidiums im Kreisverband.

Maria Schöniger gründet Epilepsie-Gruppe

Maria Schöniger engagiert sich seit 20 Jahren für Epilepsie-Kranke und deren Angehörige. Als betroffene Mutter eines an Epilepsie erkrankten Sohnes hat sie 1993 die Initiative ergriffen und nach Gleichgesinnten gesucht. Im Vogtlandkreis gibt es keine weitere Selbsthilfegruppe mit diesem Krankheitsbild. Frau Schöniger nimmt regelmäßig an Weiterbildungen teil, vernetzt sich mit Institutionen und Organisationen, um Ratsuchenden Hilfe geben zu können. Maria Schöniger organisiert seit 1996 jährlich einen Tag der Epilepsie.

Margitta Schier rettet die Weberhäuser

Margitta Schier, auch bekannt als Weberhaus-Hexe, engagiert sich seit Jahren für das Projekt "Weberhäuser" Plauen und ist Chefin des Vereins Unikat. Durch ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement wurden die 500 Jahre alten Weberhäuser in ihrer ursprünglichen Form erhalten und zu einem Kunst- und Kommunikationszentrum weiter entwickelt. Dort ließ Frau Schier altes Handwerk, wie Filzen, Weben, Töpfern, Papierschöpfen wieder aufleben. Unter Margitta Schier erlangten die Weberhäuser den Status einer "regional bedeutsamen Einrichtung".

Simone Schädlich zeigt Herz für Frauen

Simone Schädlich engagiert sich für ausländiche Frauen, die in Plauen und im Vogtland leben. Frau Schädlich hat bei einem Auslandsaufenthalt in den USA die Idee des Internationalen Frauentreffs kennengelernt. Ein solches organisierte sie 2004 dann auch in Plauen. Beim zwanglosen vierteljährlichen Zusammensein, wie Wanderungen oder Theaterbesuchen lernen sich Frauen unterschiedlicher Nationen kennen und damit ihre Bräuche, Festtage, Besonderheiten. Frauen tauschen sich aus über die Eingliederung im neuen Lebenskreis und überwinden so Gefühle der Isolation. An den Treffen nehmen meist 20 bis 30 Frauen teil. Oft werden auch landestypische Speisen und Getränke verkostet. va