Gymnasiast sorgt sich um Reuths Zukunft

Der 18-jährige Reuther Max Mehler sorgt sich um die Zukunft seines Heimatortes - vor allem, weil ein Bürgermeister an der Spitze des Gemeinderates steht, der Mitglied der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) ist.

Der junge Mann stellte in der Bürgerfragestunde zur Gemeinderatssitzung am Dienstagabend Bürgermeister Lupart die Frage, wie dieser als AfD-Mitglied künftig die Interessen seiner Wähler vertreten will; bisher war Lupart Mitglied der Deutschen Sozialen Union (DSU) gewesen. "Dieser Parteienwechsel ist meine Privatsache, dazu muss ich hier nicht Stellung nehmen", antwortete Lupart. Auf die Ankündigung von Mehler, eine schriftliche Anfrage diesbezüglich zu stellen, ließ Lupart mit einer abwertenden Handbewegung wissen, das könne er tun. Ob er antworten werde, ließ Lupart offen.

Um was geht es dem 18-jährigen Gymnasiasten Mehler? Er habe den Bürgermeister zwar nicht gewählt, weil er altersbedingt noch nicht an der letzten Bürgermeisterwahl habe teilnehmen dürfen, aber er sorge sich um die weitere Entwicklung in seinem Heimatort. Wegen Luparts Wechsel zur rechtspopulistischen AfD habe Mehler große Bedenken in Sachen demokratische Entwicklung von Reuth. Das machte er im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich und sprach die Auftritte Luparts bei den Pegida-Demos in Dresden an, dessen Rufe "Lügenpresse" und Aussagen zum Schießbefehl.

Der Abiturient will nach eigenen Worten an Lupart schreiben und eine Stellungnahme von ihm zur Sache haben. Luparts "Flucht" in die Privatsphäre in Sachen Parteienwechsel sieht der junge Reuther eher als Bestätigung seiner Sorgen. j.st.