Gute Seele des Vereins feiert Jubiläum

Mit Herzblut bei der Sache: Ralf Bräunel feiert heuer Jubiläum - seit 20 Jahren steht er an der Vereinsspitze des SVV Plauen. Noch viel, viel länger spielt er allerdings Wasserball - und das bis zum heutigen Tag.

Plauen - Ein Mann für alle Fälle: Ralf Bräunel informierte zur Jahreshauptversammlung über aktuelle Erfolge und Probleme des Traditionsvereins. Er dankte den engagierten Eltern der Sportler und den Sponsoren für ihre Unterstützung. Ruhig und sachlich - wie es eben seine Art ist. 
Der 52-jährige Diplom-Ingenieur für Bauwesen steht seit 20 Jahren als Präsident an der Spitze des Schwimm-Vereins "Vogtland" Plauen. Mit seinen 481 Mitgliedern gehört der SVV zu den größten Sportvereinen der Spitzenstadt: Sportschwimmen, Wasserball, Synchronschwimmen sowie Freizeit-, Breiten-, Senioren- und Gesundheitssport werden angeboten. Die Wasserballer verfügen über fünf Jugendmannschaften (Ü18, Ü16, Ü14, Ü12 und Ü10) - und drei Männerteams. Das Flagschiff des Vereins, der Wasserball-Erstligist wird im Mai um den fünften Platz spielen - und damit Vereinsgeschichte schreiben. Eine bessere Platzierung gab es noch nie. Seit zehn Jahren ist der SVV Plauen Bundesstützpunkt für Wasserball - und zudem Talentstützpunkt Schwimmen. 
Ralf Bräunel ist sein ganzes Leben eng mit dem Wasserball verbunden. Als Fünfjähriger lernte er im Stadtbad das Schwimmen und trat 1972 der BSG Motor Plauen bei. Bräunel entschied sich damals für den Mannschaftssport Wasserball - und ist heute noch in der 3. Mannschaft aktiv. Ein echter Dauerbrenner. "Von 1982 bis 1984 hatten wir fünfmal wöchentlich Schwimm- beziehungsweise Wasserball- Training sowie Athletikausbildung. Dieses Training unter Andreas Häußler war nicht immer leicht und es hat manchmal wehgetan", erinnert sich Bräunel. Abgeschreckt hat es augenscheinlich nicht - bis heute ist er schließlich seinem Sport treu geblieben. "Durch den Gewinn des DDR-Meistertitels 1984 in Karl-Marx-Stadt mit der Jugendmannschaft und dem Pokalgewinn im gleichen Jahr wurden wir für das harte Training entschädigt", erinnert er sich. 
Anschließend war Ralf Bräunel Stammspieler in der 1. Herren-Wasserballmannschaft, die in der DDR-Oberliga (höchste Spielklasse) spielte. "Damals fanden an fast an jedem zweitem Wochenende Turniere statt. Daher mussten wir jährlich mehrere tausend Kilometer mit dem Zug zu den verschiedenen Spielorten fahren, unter anderem zu den damaligen Spitzenmannschaften aus Berlin, Halle, Magdeburg, Erfurt und Rostock", so der SVV-Präsident.
Nach Beendigung seines Studiums spielte Bräunel von 1991 bis 1996 erneut in der 1. Wasserball-Mannschaft des SVV. In dieser Zeit wurde das Team unter Trainer Jörg Neubauer viermal in Folge Sachsenmeister, bevor sie 1995 in die Regionalliga Ost (dritthöchste deutsche Spielklasse) aufstiegen. Von 1997 bis 2010 gehörte er gemeinsam mit seinem vier Jahre älteren Bruder Michael der 2. Herrenmannschaft an. Seit 2010 bis heute spielen beide in der dritten Mannschaft des SVV Plauen. 
Seit dem Jahre 1999 steht Bräunel zudem an der Spitze des Vereins. Zu den Höhepunkten in seiner 20-jährigen Amtszeit gehören:

 2003 wurde Christin Zenner Deutsche Mehrkampf-Jahrgangsmeisterin und     gewann neun Goldmedaillen bei den 11. Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften in Leipzig

 2004: Der Gewinn der Goldmedaille beim Deutschen Mannschaftswettbewerb der Jugend D in Bremerhaven mit Philipp Schröter, Malte Striegler, Felix Eigel, Felix Hohlfeld, Gabriel Stolze und Markus Schneider.

     August 2007: Eröffnung des Plauener Stadtbades mit zwei Wasserball-Länderspielen zwischen Deutschland und Rumänien

 Im Oktober 2012 wurde das 100 jährige Vereinsjubiläum mit zwei Länderspielen     Deutschland und Frankreich gefeiert. In einem Freundschaftsspiel besiegte die Deutsche     Nationalmannschaft den SVV Plauen

     2013 schafften die Wasserballer des SVV Plauen mit Spielern des eigenen Nachwuchses im     vierten    Anlauf den Aufstieg in die B-Gruppe der Deutsche Wasserballiga 
    
     2018 qualifizierten sich die SVV-Wasserballer nach 2016 zum zweiten Mal nach vielen     kräftezehrenden Ausscheidungsspielen für die Gruppe A

Ralf Bräunel leitet seit Dezember 2002 erfolgreich sein "Ingenieurbüro Bräunel" . In seinem Büro arbeitet unter anderem der ungarische Stammspieler der 1. Mannschaft Norbert Kerschbaum als Bauzeichner, der auch Trainer der SVV-Jugend (Ü12 und Ü10). "Mein besonderer Dank gilt den Firmen Westring, Christel Knoll, Weis Bauunternehmen, Walther Büroorganisation und Bang Kransysteme, bei denen unsere ungarischen Spieler beschäftigt sind", so Bräunel.
Der Präsident des SVV Plauen ist zudem politisch engagiert - Ortschaftsrat in Straßberg, Stadtrat in Plauen und Kreisrat für die CDU
Der verheiratete Familienvater hat einen erwachsenen Sohn und wandert in seiner knappen Freizeit mit seiner Frau Grit am liebsten in den Bergen.
"Ralf ist die gute Seele unseres Vereins und Mädchen für alles". Er ist bei Bundesligaspielen am Einlass zu finden, hilft als Hallensprecher aus und packt beim Abbau der Hilfstribüne tatkräftig mit an", so Rainer Lorenz - Vereinsmitglied seit 1952. Er muss es also ganz genau wissen.