Grundstückspreise im Vogtland auf Talfahrt

Im Vogtland sinken die Grundstückspreise weiter - in den vergangenen zwei Jahren wieder um rund zehn Prozent.

Plauen - Der Plauener Postplatz vor der Stadt-Galerie ist das teuerste Bauland des Vogtlands - 360 Euro pro Quadratmeter sind an diesem Standort fällig. Freie Flächen gäbe es allerdings derzeit keine.

Bei der Zahl handelt es sich allerdings nur um einen Richtwert - das betonte Uwe Lang, Amtsleiter Kataster und Geoinformation des Vogtlandkreises, bei der Vorstellung des aktuellen Grundstücksmarktberichtes. Ein solcher ist laut Gesetzgeber aller zwei Jahre fällig und gibt einen Überblick über aktuelle Preisentwicklungen des Grundstücksmarktes im Vogtland. 2700 "Verkaufsfälle" in den vergangen beiden Jahren (Stichtag war der 31. Dezember 2010) wurden dabei berücksichtigt. Recht wenige bei immerhin rund 204 000 Flurstücken, die es im Vogtland laut Lang gibt. Die entsprechenden Unterlagen müssen dem Katasteramt von den Notaren beziehungsweise den Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

Die Grundstückspreise sind im Vogtland - wie bereits in den vergangenen Jahren - weiter gesunken. "Bei wem das nicht der Fall ist, gilt schon als Gewinner", so Lang. Seiner Meinung befinden sich die Preise allerdings "schon weit unten". Die "Spitzenwerte" sind meist in den Zentren der größeren Städte wie Auerbach (bis zu 85 Euro pro Quadratmeter), Reichenbach (bis zu 80 Euro) oder Oelsnitz (bis 61 Euro) zu finden.

70 Euro pro Quadratmeter sind für das Bauland im Plangebiet Badstraße im Auerbacher Ortsteil Brunn oder für das Areal "Am Reißberg" in Neundorf zu berappen. In Jößnitz sind im Bereich der Heinrich-Heine Straße 55 Euro pro Quadratmeter fällig. Vor einigen Jahren seien es noch über 80 Euro gewesen. Aber immer gilt - alles nur Richtwerte. Letztlich sei alles eine Frage von Angebot und Nachfrage. Und auch die 360 Euro pro Quadratmeter am Plauener Postplatz relativieren sich etwas, wenn man bedenkt, das Mitte der 90er Jahre noch über 1000 Mark pro Quadratmeter fällig waren.

Besonders günstig ist Bauland im hiesigen ländlichen Raum, wobei zehn Euro pro Quadratmeter für Bauland die Untergrenze sei. Zum Vergleich: Laut Uwe Lang sind beispielsweise zwischen Stuttgart und Karlsruhe dafür 375 Euro pro Quadratmeter fällig. Keine wesentlichen Unterschiede gäbe es indes im Vergleich zu den angrenzenden Gebieten Thüringens und Bayerns.