Grüner Daumen als Erfolgsrezept

Am Zangler in Straßberg schlägt sich der Familienbetrieb Grünewald auch in der Coronakrise tapfer. Die Familiengärtnerei blickt auf eine fast 100-jährige Geschichte zurück.

Plauen Die Gärtnerei Grünewald ging 1994 als Familienbetrieb an den Start. Mittlerweile genießt das Unternehmen nicht nur bei der zahlreichen Stammkundschaft einen guten Ruf. In der Tat kaufen am Zangler in Straßberg viele Kunden schon seit 26 Jahren ein - also gewissermaßen generationenübergreifend.
Was aber kaum jemand weiß: Das Ehepaar Gisela und Peter Grünewald setzte mit der damaligen Neueröffnung eigentlich nur fort, was einst im Jahr 1921 in Plauen am Mühlberg unterhalb des Malzhauses begonnen hatte.
Denn Gisela Grünewald hieß mit Mädchennamen Burkhardt und da klingelt es bei so manchem älteren Plauener. Felix Burkhardt hatte nämlich vor 98 Jahren in der Spitzenstadt eine Gärtnerei eröffnet. Und weil inzwischen mit Enkelsohn Jörg Grünewald ein weiteres Familienmitglied an der Spitze der Gärtnerei Grünewald steht, darf man sagen: Hier haben wirklich alle einen grünen Daumen.
Sechs Gewächshäuser werden vom Unternehmen betrieben. Und um eins haben die bescheidenen Grünewalds den Berichterstatter abschließend gebeten: "Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren tollen Mitarbeitern bedanken, ohne die wir vermutlich keine Chance gehabt hätten.
Wie viele Unternehmen gibt es mittlerweile gar nicht mehr, die nach der Wende eröffnet hatten."
Die Gärtnerei Grünewald beschäftigt zehn kompetente Mitarbeiter.
Und gerade jetzt, während der Coronakrise, schlägt deren Herz fürs Vogtland. Chrysanthemen, Heidepflanzen, Herbstbepflanzung für Balkon und Grabstätten: Der Herbst wird bunt. Eine Farbenvielfalt, die Grünewalds gern an ihre Kunden weitergeben.