Grüne lehnen in Oelsnitz Müllverbrennung ab

Die Verbrennung von 25 000 Jahrestonnen Ersatzbrennstoffen in Oelsnitz lehnen die vogtländischen Grünen ab. Es sei kurzsichtig von Kreisentsorgungschef Uwe Schink, wenn er sagt, dass aus den zur Verbrennung vorgesehenen Abfällen keine verwertbaren Stoffe recycelt werden können:

"Die rasante Verknappung von Rohstoffen wird in den nächsten Jahrzehnten die Wirtschafts- und Produktionsweise so verändern, dass immer weniger Abfall entsteht und die Stoffe immer mehr in Kreisläufen geführt werden. Sehr schnell wird Schinks Kraftwerk dann Auslastungsprobleme bekommen" prognostizieren die Grünen in einer Mitteilung. Damit sich die Anlage amortisiert, müsse früher oder später Müll nach Oelsnitz importiert werden.

Als "fatal" wird das derzeitige Schwarze-Peter-Spiel zwischen der Stadt Oelsnitz und dem Vogtlandkreis eingeschätzt: "Anstatt Städte wie Oelsnitz mit der Entscheidung zur umstrittenen Verbrennungsanlage allein zu lassen, sollte der Kreis gemeinsam mit den Kommunen eine Strategie zur Steigerung des Recyclingerfolges entwickeln. Die Einführung einer kreisweiten Wertstofftonne ist da nur ein Beispiel", betonte Kreisrat Volker Liskowsky. Besorgt zeigen sich die Grünen über den geplanten Einsatz von Ersatzbrennstoffen aus Siedlungsabfällen. Diese seien oft besonders schadstoffreich: "Im Vogtland gibt es den Grundsatzbeschluss, der eine Müllverbrennung ausschließt. Den einfach so zu umgehen, ist eine große Sauerei." va