Grünbacher Kispi feiert Geburtstag

Das Kinderspielhaus Grünbach feierte am Samstag 8. Geburtstag. Seit Eröffnung 2004 wurden tausende Besucher gezählt, dieses Jahr wird der 150 000. erwartet.

Der erste Indoorspielplatz des Vogtlands erfreut sich großer Beliebtheit. Träger ist der Verein Kinderspielvogtland Grünbach. Bei der Eröffnungsfeier damals wünschte die erste Vereinsvorsitzende Bettina Groth, dass die Kinder gut behütet sind und die Sonne lacht, so wie auf dem Logo der Einrichtung.

Lernen, Spielen und Geselligkeit zu fördern, das hat sich der Verein auf die Fahnen geschrieben. Kindergeburtstagsfeiern, sportliche, kreative und kulturelle Veranstaltungen stehen auf dem Plan. Beliebt ist die Kinderfahrschule in der jährlich fast 900 Kinder den Kinderführerschein ablegen. Das Kispi ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Seit 2005 darf es sich familienfreundliche Freizeiteinrichtung nennen.

Auf 600 Quadratmetern erwarten die Besucher jede Menge Spielgeräte und Unterhaltung. Besonders beliebt ist seit 2009 das Kletterlabyrinth. Größere Kinder nutzen gerne die Kletterwand, die 2010 aufgestellt wurde. Im ersten Jahr besuchten 9000 Personen das Kispi, dann stiegen die Zahlen: Seit 2007 werden jährlich weit über 20 000 Gäste gezählt. "Ich finde, euer Spielhaus ist das beste und ich will sooft es geht wiederkommen", schrieb Franziska aus Altensalz an die Mitarbeiter.

Erster Leiter des Kispi war Thomas Tunger. 2008 wurde er von Susan Friedel abgelöst. Momentan ist Ortrun Schuster Ansprechpartnerin, da die Leiterin ein Baby erwartet. Ihr zur Seite stehen sechs Mitarbeiter, die meist über den Bundesfreiwilligendienst beschäftigt werden. Im Lauf der Jahre haben sich viele ehrenamtlich engagiert oder über eine Maßnahme des Arbeitsamtes eine Beschäftigung gefunden.

Das Kispi entstand aus einer Industriebrache. Mit Fördermitteln wurde das Gebäude entkernt und für eine neue Nutzung gebrauchsfähig gemacht. Damals erschien es den Gemeinderäten als beste Lösung für das ungenutzte Fabrikgebäude. Bis zum dritten Geburtstag profitierte die Einrichtung von Fördergeldern, danach galt es, sich selbst zu tragen. Das gelang bisher durch engagiertes Arbeiten und Sponsoren.

Für die Gemeinde Grünbach ist das Kispi ein Alleinstellungsmerkmal mit dem sie Touristen anziehen kann. "Das Kispi ist ein Aushängeschild für unseren Ort. Es macht uns regional und überregional bekannt", sagt Bürgermeister Ralf Kretzschmann, der neben seinem Amt auch Vereinsvorsitzender ist. Die Gemeinde versucht die Einrichtung nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen. So darf der Verein mietfrei im Gebäude der Kommune wohnen und muss nur die Betriebskosten bezahlen.