Großinvestition in Oberlosa zerschlägt sich

Die geplanten Investitionen bei Neoplan seien Geschäftsführer Achim Knabe zufolge auf bestem Wege, informierte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer am Rande der jüngsten Stadtratssitzung. In die Busfertigung am Standort Plauen fließen insgesamt rund 18 Millionen Euro.

 

Im Vorjahr drohten auch hier Entlassungen, weil Produktionsabschnitte quasi ersatzlos nach Polen ausgelagert werden sollten. Durch den Protest der Belegschaft, das Engagement der Gewerkschaft und nicht zuletzt auch eine kooperative Haltung der Konzernspitze konnte eine Lösung gefunden werden.

 

Doch des einen Freud ist bekanntermaßen des andern Leid. Verlierer ist der Systemlieferant für Nutzfahrzeuge Bozankaya aus Salzgitter, dessen Vorhaben, im Gewerbegebiet Oberlosa ein Werk zur Herstellung von Busteilen zu errichten, den Bach runterging. Das Unternehmen hatte bereits vor Jahren eine entsprechende Fläche von der Stadt erworben, mit dem Bau aber immer wieder gezögert.

 

Nach den jüngsten Entscheidungen der Neoplan-Konzernspitze wurde den Plänen die Geschäftsgrundlage entzogen, weshalb Bozankaya darum ersuchte, das Grundstück zurück geben zu dürfen. Diesem Wunsch, so Oberdorfer, sei entsprochen worden, einen leichten Preisabschlag hätte das Unternehmen aus Salzgitter akzeptiert. Bozankaya war der erste Investor, nachdem der erste Spatenstich für das Gewerbegebiet im Oktober 2006 erfolgt war. In der ersten Ausbaustufe sollten 90 Jobs entstehen, war avisiert. tp