Großer Künstler Dresdner Schule

Einer der großen Plauener Künstler feierte am Samstag seinen 60. Geburtstag in großem Rahmen. Dabei ist Thomas Beurich eher bescheiden.

Von Gabi Kertscher

Plauen Ein fröhlicher Mensch, für den seine Familie und - nicht zu vergessen die Katze Fine - ganz wichtig sind. Der Kunstverein Plauen-Vogtland hatte zur Vernissage in die Galerie des Malzhauses eingeladen. Nachdem Kunstvereinsvorsitzender Wilfried Hub die zahlreichen Gäste begrüßt hatte, ergriff Laudator Alexander Neumann das Wort - Maler, Bildhauer und Publizist aus Dresden - der Thomas Beurich gut kennt.
Die beiden Künstler lernten sich 1983 kennen. Schon kurze Zeit später bezogen die Freunde ein gemeinsames Atelier. Weitere Künstler kamen hinzu und Neumann nannte diese Jahre "eine gute Zeit". "Künstlergemeinschaften in der DDR waren etwas Besonderes." Sie gingen in die Natur, stellten ihre Farben selbst her und durften sogar im Grenzgebiet malen.
Alexander Neumann bezeichnete Beurich als einen großen Künstler der Dresdner Schule. Schon damals habe er eine besondere Art zu malen gehabt. Er baute seine Bilder optisch auf.
Es sei ein ausgeprägter Freundeskreis gewesen und er freue sich, viele an diesem Abend wiederzutreffen. Thomas Beurichs Werke gleichen einem Sprung durch das Leben. Sie bestechen durch eine betörende Authenzität, die ihres Gleichen suche. Der Maler, Bildhauer und Publizist nannte den Jubilar einen brillanten Künstler, der nicht verglichen werden könne. "Ich war überwältigt, als ich das Werk gesehen habe."
Dabei zitierte er den Journalisten W.P. Fahrenberg: "Ein ganz großer Künstler aus einer ganz kleinen Stadt" und weiter mit "Mein Gott ist das großartig. … ein Ehrenplatz ist garantiert." Alexander Neumann beschrieb die Bilder von Beurich als Darstellung des Dschungels der unbegrenzten Möglichkeiten und zeigte sich überzeugt, dass keiner solche Bilder malen könne. Er freue sich, dass nach Jahrzehnten endlich Nachfragen nach dem Plauener Künstler kommen. Er habe seine Kunstwerke 2019 in mehreren Ausstellungen gezeigt. "Warum eigentlich nicht in Plauen?" Neumann bezeichnete das Leben Beurichs in seiner Heimatstadt als das eines Eremiten. Doch jetzt stehe den Bildern seines Freundes eine große Zukunft bevor. Alexander Neumann beendete seine Laudatio mit einem seiner Gedichte: "Wer sich in die Augen sticht, spart das Geld für das Licht." Eine weitere Gratulantin war "Landrätin Resi" aus der Vogtland Late Night Show. Die Darstellerin des vogtländischen Originals, Therese Langhof-Thomas definierte Beurichs Spitznamen "Fanti" auf ihre ganz eigene Art und traf damit den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf: F wie fantastisch, A wie außergewöhnlich, N wie net normal, T wie toller Typ und I wie inbrünstig. Die Zahl der Gratulanten war riesig und immer mehr Freunde und Bekannte kamen ins Malzhaus, um dem Künstler die besten Wünsche zu überbringen. Die Ausstellung ist bis 5. März, 13 bis 18 Uhr, zu sehen, montags geschlossen.