Große Pläne mit der Elsteraue

Oelsnitz  - Große Pläne hat der Oelsnitzer Stadtrat mit der Elsteraue. Mit zwei Enthaltungen beschloss das Gremium die Teilnahme am EU-Förderprojekt "Qualist".

 

Damit soll ein Planungsvorlauf geschaffen werden, wenn die Stadt aufgrund verbesserter Haushaltsituation wieder Bauprojekte verwirklichen kann. Oelsnitz, der Vogtlandkreis und die Stadt Adorf haben gemeinsam mit dem Sächsischen Wirtschafts-Ministerium einen Projektantrag im grenzüberschreitenden Programm "Central Europe" gestellt. Partner sind Österreich und Tschechien.

Ziel - mit dem Hintergrund des demografischen Faktors - sei die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in Kleinstädten des ländlichen Raums. Das Projekt läuft bis Juni 2013 mit einer Förderung von 75 Prozent. Der Stadt Oelsnitz stehen in diesem Zeitraum 40 000 Euro zur Verfügung. Damit soll ein Konzept erarbeitet werden, wie der Bahnhof attraktiv mit der Innenstadt verbunden werden kann, erklärte Stadtbaumeisterin Karin Schuberth. Untersucht werden sollen die Einbindung der Flussgebietes und neue Möglichkeiten der Gewerbeansiedlung sowie der Rück- und Umbau des Areals.

In Betracht gezogen wird dabei eine Verkehrsanbindung des Halbmondgeländes an die Brückenstraße und damit an die Ortsumgehung der B 92, die Anlage eines Bolzplatzes für die Jugend, der Hochwasserschutz und die Sanierung des Elster-Stegs. Die Ausführungsplanung will das Rathaus dann in der Schublade vorhalten, "bis das Geld da ist, um loszulegen", äußerte Schuberth.

Stadtrat Klaus Dietzsch kritisierte, dass Geld ausgegeben wird "für irgendwelche Sachen", bevor man sich um ärgerliche Kleinigkeiten wie den Zustand der Gehwege kümmert. OB Möbius will "den Fuß in der Tür haben" beim Pilotprojekt des Freistaats. Beim Eigenmittelanteil der Stadt sieht Kämmerin Renate Degenkolb kein Problem: "Bei einem 12-Millionen-Haushalt scheitert es nicht an drei- bis 5000 Euro", meinte sie. Zum Controller innerhalb des Förderprogramms wurde der Oelsnitzer Rechnungsprüfer Andreas Bauer bestellt. Er erfülle dafür die Voraussetzungen und soll die Aufgabe für den Vogtlandkreis und Adorf mit wahrnehmen.  R.W.