Große Katastrophenübung in Mehltheuer

Eine Übung, damit es im Fall der Fälle kein Inferno gibt: Am Donnerstag wurde ein Brand simuliert bei der Firma Stöckert in Mehltheuer, bei der Propangasflaschen befüllt werden aus einem Gastank in der Erde mit 900 Kubikmetern Flüssiggas:

 

 "Bei Dachdeckerarbeiten auf der Garage und dem Werkstattgebäude entzündete sich die Dachhaut und durch Funkenflug geriet auch das Dach der Füllhalle in Brand. Es hat Verletzte gegeben. Feuerwehr und Sanitätskräfte sind angefordert" - lautete das Szenario der Übung. Bereits fünfeinhalb Minuten nach dem Sirenensignal sind die Mehltheurer vor Ort, eine Minute später die Oberpirker, dann treffen die Wehren aus Syrau, Leubnitz, Fröbersgrün und die Berufsfeuerwehr Plauen ein. Bald ertönt das "Wasser marsch!" Insgesamt sind 50 Kameraden mit elf Fahrzeugen im Einsatz. Nach der Einweisung entfalten sich die Verbände mit erprobter Routine.

Unter Atemschutz beginnen die Mehltheurer mit der Bergung der Verletzten vom Garagendach, die Syrauer legen die Drehleiter zum oberen Dach aus. Andere Wehren bemühen sich mit der Kühlung der in der Nähe der Brandherde befindlichen Gasflaschen. Die Berufsfeuerwehr birgt Verletzte vom Dach der Füllhalle mit einer speziellen Vorrichtung an der Drehleiter. Überall strömt Wasser aus den Schläuchen.

 

Dann trifft der Sanitätszug Vogtland der Johanniter mit 16 Personen ein, der sich um die im Freien abgelegten "Verletzten" bemüht und gleichzeitig sein Sanitätszelt errichtet. Bereits zehn Minuten später werden die ersten der elf Verletzten dort versorgt. Zugführer Jörg Stolper schätzt die Übung mit den Wehren positiv ein: "Neben dem raschen Erscheinen am Einsatzort ist vor allem die Koordination der Arbeiten wichtig, um effektiv zu helfen. Das hat hier sehr gut geklappt."

Ähnlich sehen es nach 90 Minuten die übrigen "Gestalter" der Übung: Gemeindewehrleiter Gunar Schmeißner hebt die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte hervor; Robert Pögel, bei Stöckert für die Sicherheit verantwortlich, sowie die Beobachter anderer Firmen schließen sich an und betonen, dass es sich zum Glück nur um eine gelungene Übung gehandelt hat. Der gemeinsame Dank gilt allen Beteiligten.  jpk