Grenzöffnung-Jubiläum: Vogtland bereitet Wanderausstellung vor

Das einstige Leben an der damaligen deutsch-deutschen Staatsgrenze zwischen Sachsen und Bayern soll für ein größeres Publikum erfahrbar werden. Dazu arbeitet ein Team aus zehn Historikern und Heimatforschern in Oelsnitz an einer Wanderausstellung.

Diese Schau soll im nächsten Jahr anlässlich des 30. Jahrestages der Grenzöffnung erstmals gezeigt wird, sagte der Initiator Eckardt Scharf. Das Projekt trägt den Namen "Grenzenloses Sächsisch-Bayerisches Grenzgebiet". Schautafeln, aber auch zum Teil bisher unveröffentlichte Fotografien und Filme sollen die Geschichte veranschaulichen.

"Die mobilen Aufsteller werden besonders für Schulen interessant sein", sagte Scharf. Die Gesamtkosten betragen rund 13.500 Euro. Förderung kommt unter anderem vom sächsischen Landtag. Das Foto von 2016 zeigt Eberhard Wunderlich auf dem Gebiet der ehemaligen Ortschaft Hammerleithen, heute Eichigt, vor seiner privaten Gedenkstätte.

Wunderlichs Elternhaus fiel der Zwangsaussiedlung aus dem DDR-Grenzstreifen zum Opfer. 1974 verschwand Hammerleithen zusammen mit angrenzenden Orten. 57 Familien waren betroffen. va