"Grenzen" - Kunstverein präsentiert neue Ausstellung

"Grenzen", so der Titel der Ausstellung, die ab 1. Dezember in der Malzhaus-Galerie zu sehen ist. Ein Begriff, der sowohl wörtlich, als auch symbolisch zu verstehen ist.

Plauen Das Interesse der Künstler, sich an dieser Ausstellung zu beteiligen, sei überwältigend gewesen, leitet der Vorsitzende des Kunstvereins Plauen-Vogtland, Wilfried Hub, das gestrige Pressegespräch ein. Man habe das Projekt vor über einem Jahr sowohl deutschlandweit als auch international ausgeschrieben - über 250 Künstler, darunter aus der Schweiz, signalisierten ihr Interesse und schickten Arbeiten ein. Vermutlich war dies der Intention der Organisatoren geschuldet , die den Begriff "Grenzen" bewusst breit fächerte: Als Trennung im wörtlichen Sinne wie auch als persönliche Lebenserfahrungen von Extremsportlern, Menschen, die mit Krankheiten zu kämpfen haben. Nachdem die Künstler ihre Arbeiten per Mail eingesandt hatten, begannen für die Jury die Mühen der Ebenen. Alle Motive wurden gesichtet, künstlerisch bewertet, bis sich nach mehreren "Sitzungen" 60 bis 70 Arbeiten herauskristallisierten. Die betreffenden Künstler wurden kontaktiert und um die Einsendung der Originale gebeten. Die Qualität der meisten Bilder sei überraschend gewesen, stellt Hub anerkennend fest. Die ausgewählten Motive werden die unterschiedlichsten Gefühle bei den Besuchern wecken. "Eindrucksvoll sind die Motive, bei denen es sich um echte Grenzen handelt, berührend aber auch andere wie das Bild einer Frau mit nacktem Oberkörper, in deren Haut sich eingestochene Nadeln befinden", sagt der Pressesprecher des Kunstvereins, Christoph Stengel. In jedem Falle handelt es sich um Grenzerfahrungen - nicht nur von Menschen, sondern auch des Planeten Erde, der aufgrund des Klimas an seine Grenzen stößt.
Im Vorfeld der Ausstellung entsteht noch ein Librello mit Informationen zu den teilnehmenden Künstlern , parallel dazu müssen die nun im Tagestakt eintreffenden Bilder teilweise gerahmt und gehängt werden. Hub freut sich vor allem, dass Galeristin Julia Blei sich dabei engagiert einbringt. Das Ausstellungsplakat zeigt übrigens eine Arbeit von Petra Abroso - ein menschlicher Kopf, aus dem ein verbogener Grenzbalken wächst. Alllein dieses Bild lässt sich trefflich interpretieren. Bis zu zehn Künstler haben ihr Kommen zur Vernissage signalisiert, darunter auch einige aus der Region. Ausstellen werden unter anderem Thomas Beurich, Andreas Claviez, Dietrich Kelterer, Regina Schütze, Susanne Söllner-Burr.
Die hohe Teilnehmerzahl ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Ausstellung nicht an eine Preisverleihung gekoppelt ist. Die Eröffnung der Vernissage am 1. Dezember, 16 Uhr, in der Malzhaus-Galerie obliegt dem Kunstvereinsvorsitzenden Wilfried Hub. Die Laudatio hält der Bamberger Kunstwissenschaftler und Kurator Dr. Matthias Liebel.
Die musikalisch grenzenlosen Klänge steuert Marius Leicht an Klavier und Synthesizer bei. Die Ausstellung ist dann bis 12. Januar der Öffentlichkeit zugänglich. top