Green-Camp im Waldpark

Im Waldpark Grünheide ging am Wochenende das Greenpeace-Camp 2014 über die Bühne. Rund 600 aktive Greenpeace-Mitglieder aus Deutschland, Russland und Holland absolvieren dabei jede Menge Workshops und Seminare zum Thema Umweltschutz.

Auerbach/Grünheide - Die Teilnehmer kamen aber auch in den Genuss vogtländischer Gastfreundschaft - das Waldpark-Team umsorgte die vielen Umweltschützer liebevoll und erfüllte auch spezielle Wünsche. "Unser großes Bundestreffen absolvieren wir nun schon zum zweiten Mal im Waldpark. Im vergangenen Jahr gab es hier viel Schnee", erinnert sich Cathrin Grohl, Greenpeace- Projektleiterin. Die Hamburgerin lobte vor allem die perfekte Logistik und unbürokratische Zusammenarbeit, die in Grünheide praktiziert wird. "600 Menschen drei Tage lang unter einen Hut zu bringen, ist keine leichte Sache. Vor allem, wenn man extra Ansprüche hat. So haben wir gebeten, die Verpflegung des gesamten Camps vegetarisch abzusichern. Das hat wunderbar funktioniert", berichtet die Projektleiterin.

Für die Greenpeace-Mitglieder bedeutete der Aufenthalt im Vogtland anstrengende Arbeit. Bereits nach dem Frühstück starteten die Schulungen und Workshops. In großer Runde in der Sporthalle oder im kleinen Rahmen in den Seminarräumen des Waldparkes wurde informiert, gelernt und diskutiert. Eine Vielzahl Umweltschutz-Themen stand dabei auf dem Programm, die Umweltschützer beschäftigten sich vor allem mit energie-politischen Themen. "Bevor wir am Freitag nach Grünheide fuhren, haben wir uns die Tagebau-Gebiete in der Lausitz angeguckt. Schlimm, dass dort ganze Dörfer den Baggern zum Opfer fallen und die Menschen zwangsweise umgesiedelt werden", berichtete Clemens, ein aktiver Umweltschützer aus Braunschweig. Großes Lob zollten die Greenpeac?er den gesunden vogtländischen Wäldern. "Egal, ob aus Ost oder West, wir kommen fast alle aus Großstädten. Da haben wir nicht so saubere Luft. Der Aufenthalt in Grünheide war für uns sehr angenehm", stellte Projektleiterin Grohl fest und kündigte an, das nächste Bundestreffen der Umweltschützer möglichst wieder im Waldpark durchzuführen.