Göltzschtaltrasse im Zeitplan

Der Bau der Göltzschtalumgehung schreitet planmäßig voran. Bis 2018 soll der Großteil des 47 Millionen-Euro-Projektes fertig gestellt sein.

Auerbach - Auf einen endgültigen Fertigstellungstermin der Göltzschtalumgehung wollte sich Frank Petzold, Leiter der Niederlassung Plauen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, zum Pressegespräch dennoch nicht festlegen.

Die letzten beiden Bauabschnitte in Rodewisch zwischen B 94 über den Gewerbepark Göltzschtal zum Knoten in der Höhe des Sächsisches Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie werden erst nach 2018 in Angriff genommen. "Aber schon das kommende Jahr wird ein Meilenstein werden", sagte Petzold. Spätestens ab Herbst 2016 soll dann eine durchgehende Verbindung von Rodewisch über Rebesgrün bis nach Auerbach-Richardshöhe mit Anschluss auf die parallel entstehende Kreisstraße 7830 möglich sein.

In diesem Zusammenhang werde auch die Reumtengrüner Straße in Auerbach bis November dieses Jahres saniert, wie Landrat Rolf Keil mitteilte. Ein Jahr später soll dann der Bauabschnitt in Falkenstein zwischen Siebenhitz und der Dorfstädter Straße fertig gestellt sein. Laut Thomas Berger von der Deutschen Bahn AG, werde dort die über 100 Jahre alte Bahnbrücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. "Die derzeitige lichte Höhe von rund drei Metern entspricht nicht mehr dem Standard. Durch das Absenken der Dorfstädter Straße, in die der Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland noch neue Abwasserleitungen verlegen wird, und einer Anhebung des Gleisbettes erreichen wir die üblichen 4,70 Meter", so der Bahnvertreter.

Da auf dem Gelände der neuen Streckenführung früher eine Verzinkerei tätig war, werde der Boden derzeit auf Altlasten untersucht. Die neue Trasse wird um Teil über das Grundstück des Vogtländischen Kabelwerkes führen. Nach Einigung mit der Geschäftsführung und Erwerb des erforderlichen Grundes durch das Land, muss dort noch ein Produktionsgebäude abgerissen werden. Auswirkungen auf den Standort in Falkenstein werde diese Maßnahme nicht haben.Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen 47,15 Millionen Euro, wovon 4,087 Millionen für den Erwerb von Grundstücken gebraucht werden. "Mit dem heutigen Stand liegen wir voll im Kostenplan. Mehrkosten sind derzeit nicht in Sicht", so Frank Petzold.