Glockenweihe zu Schöneck

Soviel Volk auf den Beinen hat Schöneck schon lange nicht mehr gesehen. Am gestrigen Sonntagnachmittag fand die Weihe der drei neuen Kirchenglocken statt. Hierzu hatte sich in der Nähe des Albertplatzes ein Festumzug mit vielen Teilnehmern formiert, der angeführt von Pfarrer Philipp-Imanuel Albert und Superintendentin Ulrike Weyer aus Plauen seinen Weg Richtung Kirche St. Georg einschlug. Mit musikalischer Begleitung vorneweg wurde der festlich geschmückte Wagen von einem Traktor gezogen und kam etwa eine halbe Stunde später vor der Kirche am Alten Söll an, wo bereits nochmals eine große Menschenansammlung zu sehen war. Schließlich war zeitgleich Kirmes in Schöneck angesagt, was angesichts der ursprünglichen Bedeutung des Wortes also irgendwie durchaus passend war. Notwendig wurde die Austausch der alten Glocken wegen Verschleiß, denn auch die ursprünglichen Schönecker Kirchenglocken aus Bronze fielen dem Wahn des 1. Weltkriegs zum Opfer und wurden um 1920 durch Stahlglocken ersetzt, die bisher die Stunde schlugen und zu Gottesdiensten und vielen anderen Anlässen läuteten. Umrahmt vom Kirchenchor und einer Jugendband erläuterten Pfarrer Albert und Superintendentin Weyer die Bedeutung der künstlerischen Glockenverzierungen, deren Gestaltung Peter Urban aus Plauen übernommen hatte. Am heutigen Montag erfolgt das Hochziehen der Glocken, die am 1. Advent, dem Beginn des Kirchenjahres, eingeläutet werden.