Glockenstuhl-Stifterin aus USA nach Plauen

Die Glocken der Johanniskirche sind nach fast 900 Jahren so altersschwach wie der Glockenstuhl und -turm und müssen dringend erneuert werden. Doch dafür werden 430 000 Euro benötigt.

Plauen - Für Neubau des Glockenturms ist die Finanzierung dank Fred Oettel, einem Spenders aus Amerika, gesichert. Vor seinem Tode hatte er der Johanniskirche eine Spende von fast 40 000 Euro für den Glockenstuhl versprochen. Und bereits im vergangenen Jahr hat seine Witwe Christine Schneider-Downs der St. Johannis-Kirchgemeinde das Geld überwiesen. Am Dienstag wird die Stifterin aus Florida in Plauen erwartet - 14 Uhr in der Johanniskirche von Pfarrer Hans-Jörg Rummel. Eine gemeinsame Besichtigung der Baustelle im Turm ist mit dem Kirchenvorstand geplant.

Ihr gestorbener Mann Fred Oettel stammte aus Werdau und war nach seiner Auswanderung in die USA wirtschaftlich sehr erfolgreich gewesen. "Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, in Sachsen die Erhaltung von Kirchenglockengeläuten zu unterstützen", weiß Pfarrer Rummel: "Wir sind dankbar, dass sogar nach seinem Ableben auch unsere St.-Johannis-Kirche von dieser großzügigen Hilfsbereitschaft profitieren konnte." Nun hält sich Frau Schneider-Downs in Deutschland auf und wird unter Begleitung von Pfarrer Tilo Kirchhoff aus Burgstein (der mit ihr persönlich bekannt ist) unter anderen auch der St.-Johannis-Kirche in Plauen einen Besuch abstatten.

Auch Plauener Service-Clubs unter Leitung des Lions Hilfswerk wollen sich an der Sanierung der Glocken beteiligen und haben für den 7. Juni einen Glocken-Markt organisiert, um Geld für die kleine Glocke zu sammeln. 20 000 Euro sind veranschlagt. Am 16. Mai findet 18.30 Uhr eine Sitzung der Gemeinschaftsaktion im Parkhotel Plauen statt. Alle Vertreter der Clubs sowie engagierte Mitwirkende sind herzlich eingeladen, heißt es. red