Glockenguss in Innsbruck

Die Kirchgemeinde der St. Johanniskirche verfolgte am Wochenende den Guss der drei neuen Glocken. Dafür reisten sie in die Glockengießerei Grassmayr nach Innsbruck.

Plauen/Innsbruck - Mehr als 40 Gemeindemitglieder und Interessierte waren extra mit dem Bus bis nach Innsbruck gereist, um den besonderen Moment mitzuerleben. Darunter war auch Künstler Peter Luban, der die Glocken-Zier geschaffen hatte. Gleichzeitig mit den Glocken der Johanniskirche wurden drei Glocken für die Kirchen in Holzhausen bei Leipzig und Brunneck in Südtirol gegossen. Diese seien aber wesentlich kleiner als die Glocken für Plauen, heißt es von Gemeindepfarrer Hans-Jörg Rummel in einer Mitteilung. Gemeinsam mit den Pfarrern der Gemeinden hielt er ein Segensgebet für den Glockenguss.

Das Glockengießen ist eine Arbeit die großer Erfahrung und trotz moderner Technik großer körperlicher Anstrengung bedarf. Mit Bewunderung konnten die Besucher aus Plauen die Männer bei ihrer Arbeit in der großen Hitze beobachten. Mehr als 1100 Grad heiß war das Gemisch aus Kupfer und Zinn, das mittels schwerem Eschenholzstab gerührt und mithilfe eines großen Bottichs in die Formen gegossen wurde. "Der Ablauf verlief reibungslos", freut sich Rummel. Ob der Guss aber auch tatsächlich gelungen ist, werde sich erst am kommenden Montag herausstellen, wenn die Gussform entfernt werden kann. "Wenn alles gut gegangen ist, kommen die Glocken Anfang September nach Plauen." Die Glockenweihe ist für den 13. Oktober vorgesehen. Landesbischof Jochen Bohl wird dazu nach Plauen reisen.

"Zu danken ist an dieser Stelle allen großen und kleinen Spendern, insbesondere Christine Schneider Downs aus den USA, die den Glockenstuhl gestiftet hat (40 000 Euro), der Stadt, die die Friedensglocke gestiftet hat (25 500 Euro) sowie den Plauener Service-Clubs, die die Glocke 'Lob der Schöpfung' (19 000 Euro) stiften möchten."

Die im Zusammenhang mit der Erneuerung der Glocken ebenfalls notwendige Sicherung des Nordturmes der Kirche konnte mit Fördermitteln von Bund und Land realisiert werden. Spenden, die die Johanniskirchgemeinde bisher selber aufgebracht hat, belaufen sich aktuell auf 34 250 Euro. "Es werden für die Arbeiten zur Anbringung der Glocken noch weitere Spenden benötigt", sagt Hans-Jörg Rummel. va