Gewerkschafter machen suspendierten Lokführern Mut

Den Rücken gestärkt bekamen am Sonntag rund 50 von der Vogtlandbahn suspendierte Lokführer von Frank Nachtigall, Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Treff war Sonntag am Oberen Bahnhof Plauen.

Bei dem Thema Aussperrung und Bahner-Streik wurden Roster gegrillt, zu denen die Streikenden auch interessierte Reisende einluden. "Wir sollen standhaft bleiben, den von der Geschäftsführung der Vogtlandbahn ausgeübten psychischen Druck aushalten", gibt Lokführer Jens Lüttchen den Rat Nachtigalls weiter. Gar nicht einfach, denn nun suche man bei der Vogtlandbahn nach in der Vergangenheit gemachten Fehlern: So etwa wolle man Lokführer dafür zur Verantwortung ziehen, dass sie einmal zu schnell fuhren oder die Wachsamkeitstaste nicht gedrückt haben.

Man wolle die Leute demoralisieren und vom Streik abhalten. Inzwischen seien von der Aussperrung auch Zugbegleiter betroffen, die in Sympathiestreik traten. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der DGB solidarisieren sich nicht mit den Tarifforderungen der GDL. cze