Gewerbeflächen im Vogtland werden knapp

In welchem vogtländischen Industriegebiet gibt es noch zehn Hektar am Stück, die zu haben sind? Nur in Taltitz, sagt Dezernent Lars Beck.

Plauen - Insgesamt höchstens 45 Hektar sind noch verfügbar in den 25 neuen, vom Vogtlandkreis seit 1996 geförderten Industrie- und Gewerbegebieten, gab Wirtschaftsdezernent Lars Beck im Ausschuss Wirtschaft, Verkehr und Tourismus gestern bekannt, als er "Struktur und Aufgaben der Wirtschaftsförderung jetzt und in Zukunft" erläuterte.

Laut Beck konnten rund 12.000 Arbeitsplätze in diesen Gewerbegebieten geschaffen werden - auch dank bester Zusammenarbeit mit den Kommunen. Nicht zuletzt sei es gelungen Investoren aus dem Ausland zu gewinnen, zum Beispiel aus Italien, der Schweiz, Japan und Russland, wobei sich ein Schwerpunkt im Automotivbereich herauskristallisiert habe. 2014 habe sich die erfreuliche Entwicklung fortgesetzt mit Unternehmen wie Dr. Gühring KG in Treuen, Rubin-Mühle in Plauen, Allgaier in Oelsnitz/Taltitz.

Beck betonte die Erfolge in der "Bestandspflege": Es sei gelungen, Mittelständlern Entwicklungsperspektiven zu eröffnen. Beispiele seien Pongs in Mühltroff, Vowalon in Treuen, die Gießerei in Elsterberg, Unilever in Auerbach, Lebensgarten und GEWA in Adorf. Durch die Sicherung solcher Standorte wurden Beck zufolge etwa 3.000 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Kreisrat Wolfgang Hinz (Linkspartei) wünscht, die Wirtschaftsförderung von Vogtlandkreis und Stadt Plauen zusammenzulegen. Das wäre gut für die Region, sagte er. Hinz' Parteikollege Thomas Höllrich erwähnte das Problem, neue Gewerbeflächen auszuweisen. Der Weg sei gut, den Elsterberg beschreite: Dort wird das ehemalige Enka-Werk abgerissen, die Flächen revitalisiert. Nach Becks Bekunden gibt es nur wenig Möglichkeiten für nagelneue Gewerbegebiete.

CDU-Kreisrat Benno von Römer sprach die 36.000 Euro an, die der Vogtlandkreis (ohne Personalkosten) für Wirtschaftsförderung ausgebe - wenig, verglichen mit den 850.000 Euro des Erzgebirgskreises. ufa